Jan, 32, plant seine Vorsorge

ETF-Sparplan oder Tagesgeld? Ein Vergleich über 58 Jahre

Die Ausgangslage

Jan Muster ist 32 Jahre alt und arbeitet als angestellter Diplom-Designer in einer Kölner Agentur. Er ist ledig, kinderlos, lebt zur Miete und verdient 58.000 Euro brutto im Jahr. Auf dem Tagesgeldkonto liegen 18.000 Euro, die ohne klares Ziel angespart wurden. Jan zahlt regulär in die gesetzliche Rentenversicherung ein und hat sonst keine private Vorsorge.

Vor wenigen Wochen hat Jan zum ersten Mal ernsthaft über seinen Ruhestand nachgedacht. Er will einen Plan, der sich automatisch durchhält, ohne seinen Lebensstil einzuengen. Die Frage, die ihn am meisten umtreibt: Soll er einen ETF-Sparplan einrichten — und wenn ja, was bringt das konkret über die nächsten 58 Jahre bis zu seinem statistischen Lebensende?

Der Status quo im Tool

Vor der Entscheidung — Tagesgeld bleibt liegen

Vermögensplanung — Jans Ausgangslage ohne Sparplan, Hochrechnung bis Modellende 2084

Hochrechnung mit der Vermögensplanung, Version 2026.58.3 — kein Sparplan, 18.000 Euro bleiben auf dem Tagesgeldkonto liegen, gesetzliche Rente ab 2061.

Ausgangsdatei (JSON) herunterladen In der Vermögensplanung über Zahnrad-Symbol → JSON-Import einladen.

Die Entscheidung

Jan überlegt einen kombinierten Schritt:

Eine wichtige Annahme zur Sparrate: Die 400 Euro pro Monat bleiben nominal konstant — über alle 35 Sparjahre hinweg. In der Praxis würde man die Sparrate normalerweise schrittweise erhöhen, etwa mit jeder Gehaltserhöhung, oder gleich automatisch um die Inflation anpassen. Wir haben die Sparrate hier bewusst konstant gehalten, weil Jan im Beispiel nichts weiter unternimmt — und weil das eine bewusst vorsichtige Annahme ist. Die Wirkung dieser Vereinfachung wird teilweise dadurch abgefedert, dass das Geld, das real nicht mehr in den ETF fließt, auf dem Tagesgeldkonto liegen bleibt und dort mit 1,5 Prozent verzinst wird. Trotzdem: 1,5 Prozent Tagesgeld sind weniger als 4,5 Prozent ETF-Rendite — der Unterschied geht zu Jans Lasten. Auf diesen Hebel kommen wir in der Auflösung zurück.

Was glauben Sie?

Bevor Sie die Auflösung sehen: Tippen Sie die folgenden vier Größen ab. Erfahrungsgemäß weichen Bauchgefühl und Mathematik bei Zeiträumen jenseits von 30 Jahren deutlich voneinander ab. Eine fünfte Frage schließt an — sie ist optional und liefert die Brücke zur Auflösung.

Hinweis. Dieser Modellfall ist ein Rechenbeispiel auf Basis der oben offengelegten Annahmen. Er stellt keine Steuer-, Rechts-, Anlage- oder Versicherungsberatung dar und ersetzt eine solche nicht. Renditen, Inflationsraten, Rentenwerte und Steuerregeln können sich ändern. Vor jeder individuellen Entscheidung ist eine Prüfung durch eine zugelassene Berufsperson (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Anlageberater nach Wertpapierhandelsgesetz, Versicherungsvermittler nach § 34d Gewerbeordnung) erforderlich. Es gelten die Lizenzbedingungen.