privatbilanz.de ist eine private Initiative. Die drei Programme — Starter, Starter Plus und Vermögensplanung — entstehen in der Freizeit, ohne kommerzielles Geschäftsmodell und ohne Bindung an ein Unternehmen, einen Verlag oder eine Beratungsgesellschaft. Die folgenden Abschnitte erläutern Anlass, Hintergrund und das Selbstverständnis, das den Programmen zugrunde liegt.
Den ersten Anstoß gab der eigene Bedarf an einem Werkzeug, das die persönliche Vermögens-, Renten- und Steuersituation realistisch über mehrere Jahrzehnte abbildet. Tabellenkalkulationen stoßen bei dieser Komplexität schnell an Grenzen — sobald sich Steuertarife, Sozialabgaben, Riester-Förderung, Immobilienabschreibungen und Entnahmestrategien wechselseitig beeinflussen, wird die Modellierung in Excel unübersichtlich. Kommerzielle Beraterprogramme stehen Privatpersonen meist nicht zur Verfügung; cloudbasierten Fintech-Anwendungen sollten die persönlichen Eingaben nicht anvertraut werden.
So entstand über mehrere Jahre eine ungelöste Konstellation: Die fachlichen Modelle existierten im Kopf und in Excel-Tabellen, die Umsetzung als eigenständige Software scheiterte an fehlenden Programmierkenntnissen. Erst mit der Verfügbarkeit leistungsfähiger KI-Assistenzsysteme in den vergangenen Jahren wurde es möglich, diese Modelle in eigenständige Single-File-HTML-Anwendungen zu überführen — von einem Autor, der die fachliche Domäne kennt, aber selbst nicht programmiert. Die KI hat das Werkzeug zum Werkzeugbau geliefert; die fachliche Substanz, die Modellierungsentscheidungen und die Qualitätssicherung stammen aus der eigenen beruflichen Arbeit.
Mein Werdegang: gelernter Steuerfachangestellter, einige Semester Betriebswirtschaftslehre, seit knapp 14 Jahren in einem mittelständischen Unternehmen tätig. Das Aufgabenspektrum dort ist breit angelegt — Jahresabschlüsse, Steuererklärungen, Unternehmensbewertungen, Eintragungen in das Transparenzregister, steuerliche Analysen und Gestaltungen, Beaufsichtigung der Buchhaltungsabteilung. Insgesamt rund 33 Jahre Berufserfahrung in der praktischen Beschäftigung mit Steuer-, Rechnungslegungs- und Bewertungsfragen.
Die fachlichen Modelle, die in den drei Programmen umgesetzt sind, speisen sich aus dieser Arbeit. Die Software ist gleichwohl ausdrücklich keine Steuer-, Rechts-, Anlage- oder Versicherungsberatung und ersetzt das Gespräch mit einer zugelassenen Berufsperson nicht. Die rechtlichen Abgrenzungen sind in den Lizenzbedingungen und in den Warnhinweisen auf den Programm-Seiten ausführlich beschrieben.
Seit 1997 bin ich privat an der Börse aktiv. Ich habe den Neuen Markt miterlebt und in der Folge der Dotcom-Blase eine Pleite gerade noch vermeiden können. Aus dieser Erfahrung versuche ich heute meinen Teil zur finanziellen Bildung der jungen Generation beizutragen. Die Programme Starter und Starter Plus richten sich genau an diese Zielgruppe: an Berufseinsteiger und junge Erwachsene, denen ein Werkzeug helfen kann, die wesentlichen Hebel früh zu verstehen — bevor Fehlentscheidungen langfristig teuer werden.
Drei Linien tragen das Projekt:
Anfang der 2000er Jahre war ich an dem Aufklärungsprojekt trojaner-info.de (Gruß an Thomas, falls du dich noch im Netz herumtreibst) beteiligt — einem damals frühen Versuch, Internet-Nutzern Schutzmaßnahmen gegen Schadsoftware verständlich zu erklären. Die Grundlinie, mit der privatbilanz.de heute entwickelt wird — Datensouveränität, Transparenz, möglichst wenig Abhängigkeit von zentralen Diensten —, hat dort ihren Ursprung.
— Andreas Ebert