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Finanzstruktur Beteiligungsmanagement

In Arbeit · Beteiligungs- und Finanzmanagement für Unternehmensgruppen

Version 2026.37.4 · Stand 17. August 2026 · nicht veröffentlicht

Das Programm führt zusammen, was in der Betreuung mehrgliedriger Unternehmensgruppen sonst über Tabellenkalkulationen, Registerauszüge und Bewertungsakten verteilt liegt: die Beteiligungsstruktur einschließlich wechselseitiger Beteiligungen, die Ermittlung der wirtschaftlich Berechtigten nach der Geldwäscheverordnung der Europäischen Union, die Unternehmensbewertung nach IDW S 1, die Kennzahlen über zehn und mehr Wirtschaftsjahre und die monatsgenaue Liquiditätsplanung — in einer einzigen HTML-Datei, die vollständig lokal im Browser läuft.

Status: in Arbeit, nicht veröffentlicht. Diese Seite stellt ein Werkzeug vor, das derzeit den Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit an Finanzstruktur bildet. Es steht nicht zum Herunterladen zur Verfügung und ist nicht im Browser aufrufbar. Ob es später Teil der Werkstatt wird, ist offen: Das Programm entstand aus einer eigenen fachlichen Fragestellung und ist auf die Arbeitsweise des Autors zugeschnitten; eine Veröffentlichung käme nur als datenfreie Fassung in Betracht und setzte eine Reihe von Anpassungen voraus. Ein Anspruch auf Veröffentlichung, Weitergabe oder Pflege besteht nicht.

Einblick in die Oberfläche

Alle Abbildungen zeigen einen erfundenen Beispielbestand. Gesellschaften, Personen und Zahlen sind frei gewählt.

Startseite mit Gruppenkennzahlen des laufenden Abschlusses und Einstieg in die vier Programmbereiche
Startseite mit den Kennzahlen des laufenden Abschlusses, Ampelstatus und den vier Programmbereichen. Abbildung aus Version 2026.37.4.
Bereich Struktur mit elf Modulen von Organigramm bis Personal
Bereich Struktur — von Organigramm und Beteiligungsmatrix bis Transparenzregister und Personenverzeichnissen. Abbildung aus Version 2026.37.4.

Beteiligungsstruktur

Die Struktur einer Gruppe wird aus einer einzigen Quelle heraus dargestellt: als aufklappbares Organigramm mit frei wählbarem Ausgangspunkt, als Gruppenübersicht nach Kategorien (operative Gesellschaften, Holdings, Verwaltungsgesellschaften, Gesellschaften in Liquidation) und als vollständige Kreuztabelle aller Quoten. Jede Gesellschaft hat eine Gesellschaftsakte mit Stammdaten, steuerlichem Profil, Beteiligungsstruktur, Kennzahlen, Transparenzregisterlage, Ausschüttungen, Bewertung und Notizen — einzeln oder als Gesamtausdruck.

Organigramm mit gekennzeichnetem Zirkelbezug und geöffneter Gesellschaftsakte
Organigramm mit gekennzeichnetem Zirkelbezug; rechts die Gesellschaftsakte mit Gesellschafterstruktur und Jahresabschlussanalyse. Abbildung aus Version 2026.37.4.
Gruppenübersicht mit Unternehmensbereichen und zugeordneten Gesellschaften
Gruppenübersicht — Unternehmensbereiche, Unternehmensarten und zugeordnete Gesellschaften, frei benannt und sortierbar. Abbildung aus Version 2026.37.4.

Wechselseitige Beteiligungen

In gewachsenen Familienstrukturen sind Beteiligungskreise die Regel und nicht die Ausnahme. Das Programm löst sie über ein lineares Gleichungssystem auf und nicht über ein einstufiges Durchrechnen der Beteiligungswege. Der Unterschied ist nicht akademisch: Eine einstufige Näherung, wie sie sich in einer Tabellenkalkulation typischerweise ergibt, verliert bei verschachtelten Strukturen materielle Werte. Erst die vollständige Auflösung führt zu wirtschaftlichen Anteilen, die als Grundlage für Bewertung und Ausschüttungsplanung tragen.

Der Rechenweg an einem Beispiel

Der einfachste Beteiligungskreis besteht aus zwei Gesellschaften. Die folgenden Zahlen stammen aus dem Beispielbestand, der auch den Abbildungen zugrunde liegt.

Beteiligungen an der Holding Beteiligungen an der Service-GmbH Gesellschafterin A 40,00 % Holding 75,00 % Gesellschafter B 25,00 % übrige Gesellschafter 25,00 % Kapital-AG 15,00 % Service-GmbH 20,00 %

Gefragt ist, welcher Anteil am Vermögen und am Ergebnis der beiden Gesellschaften wirtschaftlich auf die Gesellschafterin A entfällt. Die naheliegende Rechnung multipliziert die Beteiligungswege: 40 Prozent an der Holding, und über die Holding 40 × 75 = 30 Prozent an der Service-GmbH. Sie übersieht, dass die Service-GmbH ihrerseits 20 Prozent der Holding hält — dieser Anteil an der Holding gehört anteilig wieder der Gesellschafterin A, und zwar in einer Schleife, die sich nicht nach einem Durchgang erschöpft.

Setzt man den gesuchten Anteil an der Holding als x und den an der Service-GmbH als y, ergeben sich zwei Gleichungen: Der Anteil an der Holding besteht aus dem direkten Anteil und dem Teil, der über die Beteiligung der Service-GmbH zurückläuft; der Anteil an der Service-GmbH ergibt sich aus dem Anteil an der Holding.

x = 0,40 + 0,20 · y y = 0,75 · x Einsetzen: x = 0,40 + 0,20 · 0,75 · x x = 0,40 + 0,15 · x 0,85 · x = 0,40 x = 0,40 / 0,85 = 47,0588 % y = 0,75 · x = 35,2941 %

Gegenüber der einstufigen Rechnung fehlen dort 7,06 Prozentpunkte an der Holding und 5,29 Prozentpunkte an der Service-GmbH — bezogen auf die Service-GmbH eine Unterschätzung des wirtschaftlichen Anteils um rund 15 Prozent. Bei einem Beteiligungswert von einer Million Euro sind das 150.000 Euro, die in der Zurechnung an der falschen Stelle liegen. Mit steigender Quote im Kreis wächst der Fehler überproportional: Bei 40 statt 20 Prozent Rückbeteiligung lautet der Nenner nicht mehr 0,85, sondern 0,70.

Die Rechnung lässt sich prüfen, und diese Probe ist der eigentliche Grund, den Aufwand zu treiben: Die wirtschaftlichen Anteile aller Gesellschafter müssen sich je Gesellschaft auf genau 100 Prozent summieren.

Holding Service-GmbH Gesellschafterin A 47,0588 % 35,2941 % Gesellschafter B 29,4118 % 22,0588 % Kapital-AG 17,6471 % 13,2353 % übrige Gesellschafter 5,8824 % 29,4118 % ───────── ───────── 100,0000 % 100,0000 %

Bei der einstufigen Rechnung geht diese Probe nicht auf; die Summe bleibt unter 100 Prozent, und die fehlende Differenz ist genau der Teil, der im Kreis stehen bleibt und keinem Gesellschafter zugeordnet wird. In einer Gruppe mit mehreren verschachtelten Kreisen ist er von Hand nicht mehr auffindbar.

Verallgemeinert ist das ein lineares Gleichungssystem: Bei n Gesellschaften und der Matrix A der Beteiligungsquoten untereinander sowie dem Vektor d der Direktanteile eines Gesellschafters gilt für den Vektor w der wirtschaftlichen Anteile die Beziehung w = d + Aw, aufgelöst (IAᵀ) w = d. Das Programm stellt dieses System für jede Gruppe auf und löst es; die Zeile der übrigen Gesellschafter fällt dabei als Restgröße an. Eine iterative Näherung, die die Beteiligungswege immer weiter durchmultipliziert, würde sich demselben Ergebnis annähern — die einstufige Rechnung bricht nach dem ersten Glied dieser Reihe ab.

Abgrenzung zum Transparenzregister. Der wirtschaftliche Anteil in diesem Sinn ist eine betriebswirtschaftliche Größe und dient der Bewertung, der Ausschüttungsplanung und der Konsolidierungssicht. Er ist nicht identisch mit der Prüfung, ob jemand wirtschaftlich Berechtigter im Sinne der Verordnung (EU) 2024/1624 ist: Dort wird der Eigentumsweg nach Artikel 52 geprüft, mehrere Wege zum selben Halter werden zusammengefasst, und Anteile und Stimmrechte werden getrennt geführt. Das Programm rechnet beide Größen getrennt und vermischt sie nicht.

Beteiligungsnetzwerk mit Gesellschaftern, Fokusgesellschaft und Beteiligungen sowie Auflistung der Zirkelbezüge
Beteiligungsnetzwerk aus Sicht einer Fokusgesellschaft, darunter die Beteiligungskreise mit den Quoten auf jeder Stufe. Abbildung aus Version 2026.37.4.

Transparenzregister

Das Modul ermittelt die wirtschaftlich Berechtigten nach der Verordnung (EU) 2024/1624 — der Geldwäscheverordnung, die den bisherigen nationalen Rahmen ablöst. Es ist keine reine Anzeige, sondern eine Rechen- und Nachweisstrecke:

Kennzahlen und Analysen

Die Auswertungen setzen auf den Jahresabschlusszahlen der einzelnen Gesellschaften auf und reichen über zehn und mehr Wirtschaftsjahre: Zeitreihe einer Kennzahl je Gesellschaft, Unternehmensvergleich aller Gesellschaften nebeneinander, Top-5-Zeitreihe, Eigenkapitalentwicklung mit Gruppenaggregat, Scorecard über ein, drei und fünf Jahre, Ausschüttungshistorie je Gesellschafter sowie ein Marktvergleich gegen eine Branchen-Verbandsstatistik. Die Konsolidierungssicht aggregiert nach Teilgruppen und reduziert sich dabei automatisch auf die Kennzahlen, die bei allen Gesellschaften einer Gruppe vollständig vorliegen.

Die Zeitraumauswahl folgt durchgängig den Wirtschaftsjahren und nicht festen Stichtagen — einschließlich abweichender Bilanzstichtage und Rumpfgeschäftsjahre.

Bereich Analysen mit acht Modulen von Zeitreihe bis Konsolidierungsansicht
Bereich Analysen — Zeitreihe, Unternehmensvergleich, Ranking, Berichte und Konsolidierungsansicht. Abbildung aus Version 2026.37.4.
Unternehmensvergleich der Umsatzerlöse zweier Wirtschaftsjahre mit Veränderungstabelle
Unternehmensvergleich einer Kennzahl über zwei Wirtschaftsjahre, darunter die Veränderung absolut und prozentual. Abbildung aus Version 2026.37.4.

Planung und Bewertung

Die Bewertung folgt dem modifizierten Ertragswertverfahren nach IDW S 1. Basiszinssatz, Marktrisikoprämie, Betafaktor und Wachstumsabschlag sind offengelegte, dauerhaft gespeicherte Parameter; die Periodengewichtung ist je Gesellschaft einstellbar. Für Holding- und Immobiliengesellschaften steht ein Mischverfahren zur Verfügung, das Grundstücke, sonstiges Vermögen und Schulden getrennt führt und zum Gesamtwert zusammenführt. Substanzwert und latente Steuer auf stille Reserven werden aus dem steuerlichen Profil der Gesellschaft abgeleitet — Körperschaftsteuerpflicht, Gewerbebetriebseigenschaft, Hebesatz. Die Zirkelbezüge werden auch in der Bewertung aufgelöst und nicht nur in der Anteilsrechnung.

Die Liquiditätsvorschau rechnet monatsgenau: Beteiligungserträge mit Kapitalertragsteuerabzug im Zuflussmonat, Personalkostensaisonalität, Sonderfaktoren und der Geschäftsjahresbeginn je Gesellschaft. Ergänzt wird sie durch ein Ampelsystem mit sechs Frühwarnindikatoren je Gesellschaft und einem Gesamtstatus nach dem ungünstigsten Einzelwert sowie durch eine Ausschüttungsplanung mit Cashflow-Wirkung.

Bereich Planung mit Unternehmensbewertung, Liquiditätsvorschau, Ampelsystem und Ausschüttungsplanung
Bereich Planung — Unternehmensbewertung, Liquiditätsvorschau, Ampelsystem und Ausschüttungsplanung. Abbildung aus Version 2026.37.4.

Abgrenzung zum Werkzeug Unternehmensbewertung

In der Werkstatt steht bereits ein eigenständiges Werkzeug zur Unternehmensbewertung nach IDW S 1. Die beiden Programme überschneiden sich weniger, als es zunächst scheint: Das eigenständige Werkzeug bewertet ein einzelnes Unternehmen in der Tiefe — mit Vergangenheitsanalyse, Bereinigungen, Sensitivitäten, Szenarien und einem zwölfteiligen Bewertungsbericht. Das Bewertungsmodul des Beteiligungsmanagements bewertet dagegen alle Gesellschaften einer Gruppe in einem Zug und unter denselben Parametern, einschließlich der Rückwirkung wechselseitiger Beteiligungen auf die Werte. Wer eine Gruppe im Überblick bewerten will, nimmt das eine; wer einen einzelnen Bewertungsanlass durcharbeitet, das andere.

Technische Konstruktion

Konstruktiv folgt das Programm denselben Grundsätzen wie die übrigen Werkzeuge der Werkstatt.

Eine einzige Datei Eine HTML-Datei, per Doppelklick im Browser lauffähig. Keine Installation, keine Datenbank, kein Server. Beim Speichern entsteht eine neue, wieder eigenständig lauffähige Datei mit allen Bearbeitungsständen.
Ohne Internetverbindung Die Excel- und PDF-Verarbeitung ist eingebettet; auch der Import funktioniert offline. Eine Inhaltssicherheitsrichtlinie im Browser beschränkt ausgehende Verbindungen.
Benutzer und Rechte Rechte bis auf die Ebene einzelner Programmteile. Abgewählte Bereiche erscheinen für den betreffenden Benutzer gar nicht erst.
Eingebauter Selbsttest Prüft auf Knopfdruck Datenintegrität, Quotensummen, Namensregister, Stimmrechtssummen, Gruppenzuordnungen und die Lauffähigkeit aller Ansichten.
Mandantenoffen Unternehmensgruppen werden frei angelegt, benannt, eingefärbt und sortiert; Umfirmierungen bleiben über eine Aliasverwaltung zuordenbar. Der Datenbestand lässt sich vollständig leeren.
Import und Sicherung Import aus Excel für Beteiligungsmatrix, Stammdaten, Kennzahlen und Marktdaten. Vollsicherung als JSON mit Vorschau vor dem Einlesen und ausdrücklicher Entscheidung über die Mitnahme der Zugangsdaten.

Was das Programm nicht ist

Hinweis zur Datenhaltung. Die Datei enthält sämtliche erfassten Fach- und Personendaten unverschlüsselt. Sie gehört damit in einen zugriffsbeschränkten, verschlüsselten Ablageort; das Programm weist an den Sicherungsfunktionen ausdrücklich darauf hin. Das ist der Preis der Konstruktion: Wer keine Daten an einen Server gibt, trägt die Verantwortung für ihre Aufbewahrung selbst.
Zur Entstehung. Das Beteiligungsmanagement gehört zum privaten Softwareprojekt Finanzstruktur. Es wird ohne Entwicklungsauftrag eines Dritten und auf eigener technischer Infrastruktur entwickelt; die Entwicklungskosten trägt der Autor. Der Funktionsumfang ist branchenunabhängig angelegt und auf Unternehmensgruppen beliebiger Ausrichtung anwendbar. Entwicklung und Erprobung erfolgen an einem erfundenen Musterbestand. Unternehmensbezogene Daten sind nicht Bestandteil des Programms; sie werden ausschließlich in der Datei des jeweiligen Anwenders geführt.