Machbarkeitsstudie · Bewertung nach IDW S 1 i. d. F. 2008/2026 (wahlweise)
Version 2026.20.8 · Methodenstand 8. April 2026 · Erstveröffentlichung 7. Juni 2026
Modellhaftes Rechen- und Darstellungswerkzeug für die objektivierte Unternehmensbewertung nach dem Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW S 1) — wahlweise in der Fassung 2008 oder in der Fassung 2026. Equity-Ertragswertmethode mit Tax-CAPM als Hauptverfahren, parallele WACC-DCF-Rechnung, Sonderwerte und nicht betriebsnotwendiges Vermögen, Bereinigungen, Sensitivitäten und Szenarien — ergänzt um einen druckfertigen Bewertungsbericht in zwölf Kapiteln. Die Software steht kostenlos zur Verfügung; sie lässt sich als ZIP-Paket herunterladen und vollständig lokal im Browser nutzen — ohne Installation und ohne Datenübertragung.
Hinweis zum Charakter dieses Werkzeugs. Die Unternehmensbewertung ist eine Machbarkeitsstudie für die Eigenverwendung des Autors. Sie ist nicht für den ungeprüften Einsatz in externer Beratung oder als alleinige Grundlage für berufsständische Stellungnahmen vorgesehen. Wer das Werkzeug im beruflichen Kontext nutzt, trägt die fachliche Verantwortung für die Validierung der Rechenwege, der Annahmen und der Ergebnisse vollständig selbst. Hinweise auf Fehler oder Unstimmigkeiten sind ausdrücklich willkommen — Kontakt über das Impressum.
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Vollständiges Paket mit Software, Liesmich, Lizenzbedingungen und sechs Musterfällen einschließlich Lehrbuch-Validierungsfall mit Soll-Werten. Empfohlene Variante für die fachliche Auseinandersetzung mit dem Werkzeug — lokal entpacken und die enthaltene HTML-Datei als persönliche Arbeitsdatei verwenden.
enthält HTML, Liesmich, Lizenz, sechs Musterfälle, Soll-Wert-Skript
Schneller Überblick
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Direkter Aufruf der Software im Browser ohne Download — geeignet, um sich in wenigen Minuten einen Eindruck vom Funktionsumfang zu verschaffen. Für die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Werkzeug wird der Download des ZIP-Pakets empfohlen.
In meiner beruflichen Praxis nehme ich zu verschiedenen Anlässen wirtschaftliche Unternehmensbewertungen vor. Die dafür passende Bewertungsstruktur habe ich über die Jahre selbst entwickelt — in Anlehnung an ein stark abgewandeltes Schema des IDW S 1, des Grundsatzes zur Durchführung von Unternehmensbewertungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer. Grundlage war und ist dabei die Tabellenkalkulation.
Diese Bewertungen dienten wirtschaftlichen Zwecken, etwa der Vorbereitung von Kaufpreisverhandlungen oder der internen Wertermittlung von Anteilen. Ein erbschaftsteuerlicher Bewertungsanlass führte mich schließlich zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit der klassischen, objektivierten Bewertung nach IDW S 1. Dabei wurde deutlich, dass eine für wirtschaftliche Zwecke entwickelte Bewertung den strengeren Anforderungen nicht genügt, die das Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht an eine objektivierte Wertermittlung stellt.
Aus dieser Erkenntnis entstand das Werkzeug Unternehmensbewertung: eine in jedem Rechenschritt nachvollziehbare Abbildung der objektivierten Bewertung nach IDW S 1 — zunächst für den eigenen Gebrauch, um die klassische Methodik vollständig und flexibel durchrechnen zu können.
Bewusst habe ich das Werkzeug in einem eigenen, fachlich orientierten Bereich angesiedelt und von den allgemein verständlichen Programmen der übrigen Seite getrennt. Denn anders als jene richtet es sich an fachkundige Anwender, die die Ergebnisse und Herleitungen eigenständig nachvollziehen, einordnen und auf Plausibilität prüfen können.
Hinweis zur Nutzung im Browser. Die Software läuft auch beim Aufruf direkt im Browser vollständig lokal auf Ihrem Gerät — Eingabedaten werden nicht an den Server übertragen. Wenn Sie den Browser-Tab schließen, ohne zuvor zu speichern, gehen die Eingaben verloren. Die Browser-Variante ist daher ausdrücklich nur für den ersten Überblick gedacht. Für die fachliche Arbeit mit dem Werkzeug bitte das ZIP-Paket herunterladen, lokal entpacken und die enthaltene HTML-Datei als persönliche Arbeitsdatei verwenden.
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Einblick in die Oberfläche
Startseite mit aktivem Berufsständischem Standard (IDW S 1). Abbildung aus Version 2026.19.6.Bewertungsprozess in Modulen — von Projekt & Anlass bis Ergebnis & Barwert. Abbildung aus Version 2026.19.6.
Methodische Grundlage
Die Bewertung folgt dem Standard Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer. Der Anwender wählt zwischen der Fassung 2008 und der Fassung 2026 (Veröffentlichung 8. April 2026, IDW Life 2026, Seite 535). Die Wahl wird über einen Versionsumschalter in der Administration getroffen; eine Migrationsroutine überträgt Bestandsdaten aus älteren Bewertungen in die jeweils aktive Fassung. Beide Fassungen laufen vollständig parallel — der Rechenkern (Equity-Ertragswert, WACC-DCF, Adjusted Present Value) ist in beiden Fassungen identisch; methodische Unterschiede betreffen Wertkonzepte, Bewertungsfunktionen, die Behandlung von Synergien und die Plausibilitätsbeurteilung.
Hauptverfahren ist die Equity-Ertragswertmethode mit dem Tax-CAPM (Capital Asset Pricing Model nach persönlichen Steuern). Der Kapitalisierungszinssatz wird aus einem Basiszinssatz (Svensson-Parameter der Deutschen Bundesbank, FAUB-Konvention) und einer mit dem Beta-Faktor gewichteten Marktrisikoprämie (Empfehlung des Fachausschusses für Unternehmensbewertung des IDW) aufgebaut. Die Verlautbarungen des FAUB werden mit ihren historischen Stichtagen geführt und sind im Werkzeug auswählbar; aktuell vorgehalten sind die Stände von 2012, 2019, 2020, 2022, 2024 sowie der Stand vom 9. September 2025 (Bandbreite der Marktrisikoprämie 5,25 bis 6,75 Prozent vor persönlichen Steuern). Die Basiszins-Reihe reicht bis Q2/2026 nach IDW RS HFA 10.
Als Plausibilisierung steht eine parallele WACC-DCF-Rechnung zur Verfügung (Brutto-DCF mit Net-Debt- und Pensions-Bridge), ergänzt um eine Multiplikator-Plausibilisierung anhand von Umsatz-, EBIT- und EBITDA-Multiplikatoren der jeweiligen Branche. Der Liquidationswert wird als methodische Untergrenze gegen den Ertragswert geprüft.
Fassung 2008 und Fassung 2026 im Parallelbetrieb
Die beiden Fassungen unterscheiden sich nicht im Rechenkern, sondern in Begrifflichkeit, Funktionssystematik und Plausibilitätsanforderungen. Die wichtigsten Unterschiede stellt das Werkzeug fassungsspezifisch dar — in den Eingabemasken, in der Berichts-Inhaltsangabe und in den methodischen Erläuterungen. Im Überblick:
Wertkonzepte. Fassung 2008 unterscheidet zwischen objektiviertem Wert, subjektivem Entscheidungswert und Einigungswert. Fassung 2026 stellt diese Achse neu auf: objektivierter Wert, plausibilisierter Entscheidungswert (an Stelle des subjektiven) und Schiedswert (an Stelle des Einigungswerts).
Bewertungsfunktionen. Fassung 2008 kennt drei Funktionen (neutraler Gutachter, Berater, Schiedsgutachter). Fassung 2026 ergänzt eine vierte: den neutralen Sachverständigen als eigenständige Funktion zwischen objektivierter und beraterischer Sichtweise.
Plausibilitätsbeurteilung. Fassung 2026 verankert die dreistufige Plausibilitätsbeurteilung nach IDW Praxishinweis 02/2017 — rechnerisch-formell, materiell-intern, materiell-extern — als verpflichtende Berichtssektion. Das Werkzeug führt dazu eine eigene Datenstruktur und gibt die Stufen im Bericht aus.
Synergien. Fassung 2008 unterscheidet zwischen echten und unechten Synergien. Fassung 2026 verzichtet auf diese Unterscheidung; die Werttragung folgt der Plausibilitätsprüfung mit atomistischer beziehungsweise spezifischer Perspektive je Wertkonzept.
Kleine und mittelgroße Unternehmen. Der frühere IDW Praxishinweis 1/2014 ist in der Fassung 2026 als Kapitel 12 in den Standard integriert — mit Sphärentrennung (Tz. 162 ff.), Unternehmerlohn mit Pflicht-Vergleichsquelle (Tz. 166) und der übertragbaren Ertragskraft als additivem Abschlag auf den nachhaltigen Überschuss in Phase II. Das Werkzeug schlägt die Aktivierung bei Umsatz unter 50 Millionen Euro vor.
Marktparameter. Fassung 2026 nutzt im Regelfall die jüngsten FAUB-Empfehlungen (Bandbreite der Marktrisikoprämie 5,25 bis 6,75 Prozent vor persönlichen Steuern, Empfehlung vom 9. September 2025). Für Fassung 2008 sind die historischen FAUB-Stände weiterhin verfügbar.
Für Bewertungen mit Stichtagen vor dem 8. April 2026 ist regelmäßig die Fassung 2008 anzuwenden, für jüngere Stichtage die Fassung 2026. Der Anwender entscheidet die Wahl der Fassung in eigener fachlicher Verantwortung; das Werkzeug erzwingt keine Zuordnung.
Modulstruktur
Die Bewertung gliedert sich in acht Hauptmodule und drei sachverhalts-zentrierte Spezialmodule. Eine Komplexitätsstufe steuert die Sichtbarkeit der Spezialmodule.
1
Projekt & AnlassMandant, Bewertungsobjekt, Stichtag, Anlass, Bewertungsfunktion und Steuermodus.
2
VergangenheitsanalyseDrei bis fünf Ist-Jahre mit Bereinigungen je Position als Grundlage der Plausibilität der Planung.
B
Bereinigungs-MasterSachverhalts-zentrierte Erfassung aller Bereinigungen mit Vorlagen-Bibliothek; automatische Einspielung in die Jahre.
V
Vergütungs-BereinigungKalkulatorischer Unternehmerlohn (Personengesellschaft, Einzelunternehmen) und Geschäftsführer-Übervergütungsprüfung (Kapitalgesellschaft).
3
Planung Phase IDetailplanung über drei bis zehn Jahre — Gewinn- und Verlustrechnung, Investitionen, Abschreibungen, Veränderung des Working Capital.
Ü
ÜberleitungsrechnungTransparente Ableitung vom handelsrechtlichen Jahresergebnis zum nachhaltigen Nettoüberschuss.
4
Terminal ValueNachhaltiges Ergebnis und Wachstumsabschlag in Phase II; Konsistenzcheck Investitionen versus Abschreibungen.
5
Ausschüttung & SteuernAusschüttungsquoten je Phase, typisierte Steuersätze, Wertbeitrag aus Thesaurierung.
6
KapitalisierungszinsBasiszinssatz, Marktrisikoprämie, unverschuldetes und relevern Beta, Wachstumsabschlag.
7
Sonderwerte & nbVNicht betriebsnotwendiges Vermögen, latente Steuern, Liquidationswert als Untergrenze.
8
Ergebnis & BarwertBarwerte je Jahr, Terminal Value, Ertragswert, Sonderwerte, Gesamtwert mit Untergrenzen-Prüfung.
Zwei Bedienmodi
Vor der eigentlichen Bewertung wählt der Anwender zwischen zwei Bedienmodi. Die Wahl bestimmt, wie viele methodische Erklärungen das Werkzeug einblendet, welche Defaults gesetzt werden und in welchem Umfang die Komplexitätsstufen freigegeben sind.
Geführter Modus. Für Studierende, Bewertungslehrgänge und Inhouse-Nachwuchs. Methodische Erklär-Akkordeons vor den sensiblen Eingaben (Bewertungsfunktion, Tax-CAPM, Beta-Relevern). Sichere Defaults nach IDW-S-1-Standardpfad. Komplexitätsstufe fest auf Standard. Glossar wird im Bewertungsbericht eingebettet. Vor dem Druck-Bericht eine Vollständigkeits-Checkliste.
Praktiker-Modus. Für Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Bewertungspraktiker mit IDW-S-1-Erfahrung. Volle Methoden-Bandbreite frei wählbar, keine Zwischenerklärungen, kompakter Header. Komplexitätsstufe (Einfach, Standard, Experte) frei wählbar. Tooltips, Diagnose und Audit-Trail wie gewohnt.
Beim ersten Start ist die Wahl verpflichtend; ein Wechsel ist jederzeit über das Zahnrad-Menü möglich.
Drei Komplexitätsstufen
Die Eingabemaske lässt sich in drei Stufen umschalten — von einer reduzierten Einsteiger-Ansicht bis zur vollständigen Experten-Maske. Im Geführten Modus ist die Komplexitätsstufe fest auf Standard gesetzt; im Praktiker-Modus ist sie frei wählbar.
Einfach. Nur die acht Hauptmodule sind sichtbar. Spezialmodule (Bereinigungs-Master, Vergütungs-Bereinigung, Überleitungsrechnung) sind ausgeblendet. Ebenso ausgeblendet sind ergänzende Werkzeuge wie Bilanzplanung, Adjusted-Present-Value-Methode, Synergien-Modul, Sum-of-the-Parts-Methode und parallele WACC-DCF-Rechnung. Geeignet für den ersten Aufbau einer Bewertung.
Standard. Spezialmodule und übliche Plausibilisierungen sind aktiv. Geeignet für die typische objektivierte Unternehmensbewertung.
Experte. Voller Funktionsumfang einschließlich Monte-Carlo-Simulation, Drei-Phasen-Modell mit Übergangsphase, Peer-Group-Beta-Ableitung, Verlustvortrags-Modul, Sum-of-the-Parts-Methode, Adjusted-Present-Value-Methode, Synergien-Modul und Bilanzplanung.
Was die Software leistet
Fassungswahl IDW S 1
Versionsumschalter zwischen IDW S 1 Fassung 2008 und Fassung 2026 in der Administration; Migrationsroutine für Bestandsdaten. Berichts-Inhaltsverzeichnis, Wertkonzepte und Bewertungsfunktionen passen sich der gewählten Fassung an.
Plausibilitätsbeurteilung (Fassung 2026)
Dreistufige Plausibilitätsbeurteilung nach IDW Praxishinweis 02/2017 — rechnerisch-formell, materiell-intern, materiell-extern — als eigene Datenstruktur und Berichtssektion.
Kapitel 12 KMU (Fassung 2026)
Sphärentrennung nach IDW S 1 Tz. 162 ff., Unternehmerlohn mit Pflicht-Vergleichsquelle (Tz. 166) und übertragbare Ertragskraft als additiver Abschlag auf den nachhaltigen Überschuss in Phase II. Aktivierungsvorschlag bei Umsatz unter 50 Millionen Euro.
Equity-Ertragswertmethode
Kapitalisierung der Nettoüberschüsse mit Tax-CAPM nach persönlichen Steuern. Drei Relevern-Formeln (Harris/Pringle, Modigliani/Miller, Miles/Ezzell) wählbar.
WACC-DCF parallel
Brutto-DCF-Rechnung mit Equity-Bridge (Netto-Finanzschulden, Pensionsverbindlichkeiten, Minderheitenanteile) als Plausibilisierung des Equity-Ertragswerts.
Anteilseigner-Typisierung
Fünf Typisierungen: Natürliche Person im Privatvermögen, Kapitalgesellschaft im Streubesitz unter 10 Prozent, Kapitalgesellschaft mit Schachtelbeteiligung nach § 8b Körperschaftsteuergesetz, Mitunternehmerschaft im Teileinkünfteverfahren, Anteilseigner im Ausland (typisiert).
Bereinigungen
Sachverhalts-zentrierter Bereinigungs-Master mit Vorlagen-Bibliothek; Bereinigungen werden vom Sachverhalt aus auf die betroffenen Jahre gespielt — nicht je Jahr einzeln gepflegt.
Sonderwerte und nbV
Nicht betriebsnotwendiges Vermögen mit Veräußerungswerten und latenten Steuern, Beteiligungen, Liquidationswert als Untergrenze, Substanzwert als zusätzliche Größe.
Branchen-Bibliothek
Zwölf Sektoren mit Branchen-Beta und typischen Multiplikator-Bandbreiten — Maschinenbau, Automotive, Chemie und Pharma-Vorprodukte, Pharma und Healthcare, IT-Software, IT-Services, Handel, Bau, Logistik, Dienstleistungen, Immobilien, Lebensmittel.
Multiplikator-Plausibilisierung
Wertindikation aus Umsatz-, EBIT- und EBITDA-Multiplikatoren als unabhängige Plausibilisierung der Ertragswert-Bewertung.
Sensitivitäten und Szenarien
Sensitivitätsanalyse mit Tornado-Diagramm für die kritischen Werttreiber. Szenarien Base, Best, Worst. Optional Monte-Carlo-Simulation mit Quantilen und Histogramm.
Live-What-If-Karte
Interaktive Slider in Modul 8 (Ergebnis und Barwert) für die zentralen Werttreiber — Basiszinssatz, Marktrisikoprämie, Beta, Wachstumsabschlag, EBIT-Marge, Umsatzwachstum. Der Unternehmenswert reagiert unmittelbar; nützlich für Wert-Bandbreiten und Sensitivitäts-Gespräche.
Stichtags-Vergleichsrechnung
Virtuelle Stichtage mit variierten Parametern (Basiszins, Marktrisikoprämie, Beta, EBIT-Pfad) als Sub-Seite der Analyse. Geeignet für die Darstellung der Wert-Entwicklung über mehrere FAUB-Stände oder Marktphasen hinweg.
Verlustvorträge
Modul mit Schaltern für § 8c und § 8d Körperschaftsteuergesetz sowie aussetzungsbasierte Mindestbesteuerung; Verrechnungsquote und Sockelbetrag sind gesetzlich festgelegt und werden je Planjahr abgeleitet. Steuerersparnis je Jahr wirkt additiv auf das Jahresergebnis.
Drei-Phasen-Modell
Optionale Übergangsphase mit linear konvergierendem Wachstumsabschlag von der Detailplanung zur ewigen Rente — relevant in der Spruchverfahrens-Praxis.
Bewertungsbericht
Druckfertiger Bewertungsbericht in zwölf Kapiteln — Auftrag und Grundlagen, Annahmenverzeichnis, Vergangenheit, Detailplanung, Terminal Value, Ausschüttung und Steuern, Kapitalisierungszins, Sonderwerte und Liquidationswert, Barwert-Zusammenfassung, Plausibilisierung, Sensitivitätsanalyse.
Single-File-Anwendung
Eine einzige HTML-Datei, die ihr Modell beim Speichern in sich selbst einbettet. Portabel, einfach archivierbar, ohne externe Abhängigkeiten.
Bewertungsfunktionen und Bewertungsanlässe
Die Bewertungsfunktion steuert die typisierten Annahmen — etwa die Berücksichtigung käuferspezifischer Synergien. Die zur Verfügung stehenden Funktionen richten sich nach der gewählten Fassung des IDW S 1.
Subjektiver Entscheidungswert — Käufer (Grenzpreis). Käuferspezifische Synergien und Finanzierungsvorteile werden bei der Werterhellung berücksichtigt.
Subjektiver Entscheidungswert — Verkäufer (Mindestpreis). Wertuntergrenze entspricht dem Aufgabewert bei Fortführung der Beteiligung.
Schiedsgutachten / Einigungswert. Objektivierte typisierte Annahmen unter Berücksichtigung der wechselseitigen Standpunkte (IDW S 1 Tz. 29).
Fassung 2026
Neutraler Gutachter (objektivierter Wert). Wie in der Fassung 2008; Anlässe insbesondere Spruchverfahren und gerichtliche Bewertungen.
Neutraler Sachverständiger (neu). Eigenständige Funktion zwischen objektivierter und beraterischer Sichtweise — Bewertung mit erhöhter Sachverhaltsnähe ohne Parteinähe.
Berater — plausibilisierter Entscheidungswert. Ersatz des subjektiven Entscheidungswerts der Fassung 2008; Synergien werden plausibilitätsgetrieben berücksichtigt, mit atomistischer beziehungsweise spezifischer Perspektive je Wertkonzept.
Schiedsgutachter / Vermittler — Schiedswert. Ersatz des Einigungswerts der Fassung 2008; Berücksichtigung der wechselseitigen Standpunkte unter den Plausibilitätsanforderungen der Fassung 2026.
Mitgelieferte Musterfälle
Im ZIP-Paket sind sechs Musterfälle als JSON-Datensätze enthalten, die über das Zahnrad-Menü importiert werden können:
Holding-GmbH mit Beteiligungsportfolio, Schachtelbeteiligung nach § 8b Körperschaftsteuergesetz, Anteilsverkauf an Konzern-Gesellschafter.
Holding-GmbH & Co. KG mit Mitunternehmerschaft, Beteiligungsportfolio, Erbauseinandersetzung zwischen vier Kommanditisten.
Maschinenbau-GmbH mit Geschäftsführer-Übervergütungsprüfung, Verlustvortrags-Modul, Multiplikator-Plausibilisierung und paralleler WACC-DCF-Rechnung — Mehrheitsanteilsverkauf an strategischen Investor.
Großhandels-KG mit kalkulatorischem Unternehmerlohn, Working-Capital-Quote vom Umsatz, Nachfolgeregelung an die nachfolgende Generation.
GmbH & Co. KG (Metallverarbeitung) mit Drei-Phasen-Modell, Pensionsverbindlichkeiten in der Equity-Bridge, Gesellschafterstreit und Abfindungsbewertung im Spruchverfahrens-Kontext.
Lehrbuch-Validierung. Bewusst schlanker, didaktischer Standardfall — Equity-Ertragswertmethode mit Tax-CAPM, Vollausschüttung, ohne Zusatzmodule. Erwarteter Unternehmensgesamtwert 8.086.979 EUR. Begleitet von einem eigenständigen Node-Skript, das die Soll-Werte mit den Standardformeln reimplementiert, und einem lesbaren Soll-Bericht mit allen Rechenschritten.
Zielgruppe und Vorkenntnisse
Das Werkzeug wendet sich an fachlich vorgebildete Anwender — Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Berater für Unternehmensbewertung und Mergers and Acquisitions, im Bewertungsstreit involvierte Anwälte sowie Gesellschafter und Geschäftsführer in Bewertungsanlässen. Eine Vorkenntnis der Methodik des IDW S 1 wird vorausgesetzt; das Werkzeug erleichtert die rechnerische Durchführung einer Bewertung, ersetzt aber nicht das methodische Verständnis.
Ein Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe (Tax-CAPM, Relevern-Formel, FAUB-Empfehlung, Wachstumsabschlag, Sum-of-the-Parts-Methode und andere); die Vorgehensweise wird durch einen Bewertungs-Wizard und Tooltips an den einzelnen Eingabefeldern geführt.
Für die Bewertung sämtlicher Gesellschaften einer Unternehmensgruppe in einem Zug — unter einheitlichen Parametern und einschließlich der Rückwirkung wechselseitiger Beteiligungen auf die Werte — entsteht derzeit ein eigenes Werkzeug. Eine Vorstellung mit Abbildungen steht unter Beteiligungsmanagement; dieses Werkzeug hier bleibt das Mittel für den einzelnen Bewertungsanlass in der Tiefe.
Hinweis zur fachlichen Eignung und Verantwortung. Die Software ist eine Machbarkeitsstudie für die Eigenverwendung des Autors. Sie ist nicht als alleinige Grundlage für berufsständische Stellungnahmen (insbesondere nach IDW S 1 oder vergleichbaren Standards), für Gutachten in Spruchverfahren, für Abfindungsbewertungen oder für sonstige verantwortliche Bewertungen im Rechtsverkehr vorgesehen. Wer das Werkzeug im beruflichen Kontext einsetzt, ist allein für die Validierung der Rechenwege, der Annahmen und der Ergebnisse verantwortlich — eine eigene fachliche Plausibilisierung anhand der einschlägigen Standards und der konkreten Sachverhaltsumstände ist in jedem Fall erforderlich. Hinweise auf Fehler oder methodische Unstimmigkeiten sind ausdrücklich willkommen und werden gepflegt; Kontakt über das Impressum. Mit der Inbetriebnahme der Software werden die Lizenzbedingungen der Werkstatt anerkannt.