Finanzstruktur Unternehmensbewertung
Machbarkeitsstudie · Bewertung nach IDW S 1 i. d. F. 2008
Version 2026.17.2 · Rechtsstand 1. Januar 2026 · Erstveröffentlichung 7. Juni 2026
Modellhaftes Rechen- und Darstellungswerkzeug für die objektivierte Unternehmensbewertung nach dem Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW S 1, Fassung 2008). Equity-Ertragswertmethode mit Tax-CAPM als Hauptverfahren, parallele WACC-DCF-Rechnung, Sonderwerte und nicht betriebsnotwendiges Vermögen, Bereinigungen, Sensitivitäten und Szenarien — ergänzt um einen druckfertigen Bewertungsbericht in zwölf Kapiteln.
Hinweis zum Charakter dieses Werkzeugs. Die Unternehmensbewertung ist eine
Machbarkeitsstudie für die Eigenverwendung des Autors. Sie ist nicht für den ungeprüften Einsatz in externer Beratung oder als alleinige Grundlage für berufsständische Stellungnahmen vorgesehen. Wer das Werkzeug im beruflichen Kontext nutzt, trägt die fachliche Verantwortung für die Validierung der Rechenwege, der Annahmen und der Ergebnisse vollständig selbst. Hinweise auf Fehler oder Unstimmigkeiten sind ausdrücklich willkommen — Kontakt über das
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Vollständiges Paket mit Software, Liesmich, Lizenzbedingungen und sechs Musterfällen einschließlich Lehrbuch-Validierungsfall mit Soll-Werten. Empfohlene Variante für die fachliche Auseinandersetzung mit dem Werkzeug — lokal entpacken und die enthaltene HTML-Datei als persönliche Arbeitsdatei verwenden.
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enthält HTML, Liesmich, Lizenz, sechs Musterfälle, Soll-Wert-Skript
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Methodische Grundlage
Die Bewertung folgt dem Standard Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in der Fassung von 2008 (IDW S 1). Hauptverfahren ist die Equity-Ertragswertmethode mit dem Tax-CAPM (Capital Asset Pricing Model nach persönlichen Steuern). Der Kapitalisierungszinssatz wird aus einem Basiszinssatz (Svensson-Parameter der Deutschen Bundesbank, FAUB-Konvention) und einer mit dem Beta-Faktor gewichteten Marktrisikoprämie (Empfehlung des Fachausschusses für Unternehmensbewertung des IDW) aufgebaut. Die Verlautbarungen des FAUB werden mit ihren historischen Stichtagen geführt und sind im Werkzeug auswählbar; aktuell vorgehalten sind die Stände von 2012, 2019, 2020, 2022 und 2024.
Als Plausibilisierung steht eine parallele WACC-DCF-Rechnung zur Verfügung (Brutto-DCF mit Net-Debt- und Pensions-Bridge), ergänzt um eine Multiplikator-Plausibilisierung anhand von Umsatz-, EBIT- und EBITDA-Multiplikatoren der jeweiligen Branche. Der Liquidationswert wird als methodische Untergrenze gegen den Ertragswert geprüft.
Modulstruktur
Die Bewertung gliedert sich in acht Hauptmodule und drei sachverhalts-zentrierte Spezialmodule. Eine Komplexitätsstufe steuert die Sichtbarkeit der Spezialmodule.
1
Projekt & AnlassMandant, Bewertungsobjekt, Stichtag, Anlass, Bewertungsfunktion und Steuermodus.
2
VergangenheitsanalyseDrei bis fünf Ist-Jahre mit Bereinigungen je Position als Grundlage der Plausibilität der Planung.
B
Bereinigungs-MasterSachverhalts-zentrierte Erfassung aller Bereinigungen mit Vorlagen-Bibliothek; automatische Einspielung in die Jahre.
V
Vergütungs-BereinigungKalkulatorischer Unternehmerlohn (Personengesellschaft, Einzelunternehmen) und Geschäftsführer-Übervergütungsprüfung (Kapitalgesellschaft).
3
Planung Phase IDetailplanung über drei bis zehn Jahre — Gewinn- und Verlustrechnung, Investitionen, Abschreibungen, Veränderung des Working Capital.
Ü
ÜberleitungsrechnungTransparente Ableitung vom handelsrechtlichen Jahresergebnis zum nachhaltigen Nettoüberschuss.
4
Terminal ValueNachhaltiges Ergebnis und Wachstumsabschlag in Phase II; Konsistenzcheck Investitionen versus Abschreibungen.
5
Ausschüttung & SteuernAusschüttungsquoten je Phase, typisierte Steuersätze, Wertbeitrag aus Thesaurierung.
6
KapitalisierungszinsBasiszinssatz, Marktrisikoprämie, unverschuldetes und relevern Beta, Wachstumsabschlag.
7
Sonderwerte & nbVNicht betriebsnotwendiges Vermögen, latente Steuern, Liquidationswert als Untergrenze.
8
Ergebnis & BarwertBarwerte je Jahr, Terminal Value, Ertragswert, Sonderwerte, Gesamtwert mit Untergrenzen-Prüfung.
Zwei Bedienmodi
Vor der eigentlichen Bewertung wählt der Anwender zwischen zwei Bedienmodi. Die Wahl bestimmt, wie viele methodische Erklärungen das Werkzeug einblendet, welche Defaults gesetzt werden und in welchem Umfang die Komplexitätsstufen freigegeben sind.
- Geführter Modus. Für Studierende, Bewertungslehrgänge und Inhouse-Nachwuchs. Methodische Erklär-Akkordeons vor den sensiblen Eingaben (Bewertungsfunktion, Tax-CAPM, Beta-Relevern). Sichere Defaults nach IDW-S-1-Standardpfad. Komplexitätsstufe fest auf Standard. Glossar wird im Bewertungsbericht eingebettet. Vor dem Druck-Bericht eine Vollständigkeits-Checkliste.
- Praktiker-Modus. Für Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Bewertungspraktiker mit IDW-S-1-Erfahrung. Volle Methoden-Bandbreite frei wählbar, keine Zwischenerklärungen, kompakter Header. Komplexitätsstufe (Einfach, Standard, Experte) frei wählbar. Tooltips, Diagnose und Audit-Trail wie gewohnt.
Beim ersten Start ist die Wahl verpflichtend; ein Wechsel ist jederzeit über das Zahnrad-Menü möglich.
Drei Komplexitätsstufen
Die Eingabemaske lässt sich in drei Stufen umschalten — von einer reduzierten Einsteiger-Ansicht bis zur vollständigen Experten-Maske. Im Geführten Modus ist die Komplexitätsstufe fest auf Standard gesetzt; im Praktiker-Modus ist sie frei wählbar.
- Einfach. Nur die acht Hauptmodule sind sichtbar. Spezialmodule (Bereinigungs-Master, Vergütungs-Bereinigung, Überleitungsrechnung) sind ausgeblendet. Ebenso ausgeblendet sind ergänzende Werkzeuge wie Bilanzplanung, Adjusted-Present-Value-Methode, Synergien-Modul, Sum-of-the-Parts-Methode und parallele WACC-DCF-Rechnung. Geeignet für den ersten Aufbau einer Bewertung.
- Standard. Spezialmodule und übliche Plausibilisierungen sind aktiv. Geeignet für die typische objektivierte Unternehmensbewertung.
- Experte. Voller Funktionsumfang einschließlich Monte-Carlo-Simulation, Drei-Phasen-Modell mit Übergangsphase, Peer-Group-Beta-Ableitung, Verlustvortrags-Modul, Sum-of-the-Parts-Methode, Adjusted-Present-Value-Methode, Synergien-Modul und Bilanzplanung.
Was die Software leistet
Equity-Ertragswertmethode
Kapitalisierung der Nettoüberschüsse mit Tax-CAPM nach persönlichen Steuern. Drei Relevern-Formeln (Harris/Pringle, Modigliani/Miller, Miles/Ezzell) wählbar.
WACC-DCF parallel
Brutto-DCF-Rechnung mit Equity-Bridge (Netto-Finanzschulden, Pensionsverbindlichkeiten, Minderheitenanteile) als Plausibilisierung des Equity-Ertragswerts.
Anteilseigner-Typisierung
Fünf Typisierungen: Natürliche Person im Privatvermögen, Kapitalgesellschaft im Streubesitz unter 10 Prozent, Kapitalgesellschaft mit Schachtelbeteiligung nach § 8b Körperschaftsteuergesetz, Mitunternehmerschaft im Teileinkünfteverfahren, Anteilseigner im Ausland (typisiert).
Bereinigungen
Sachverhalts-zentrierter Bereinigungs-Master mit Vorlagen-Bibliothek; Bereinigungen werden vom Sachverhalt aus auf die betroffenen Jahre gespielt — nicht je Jahr einzeln gepflegt.
Sonderwerte und nbV
Nicht betriebsnotwendiges Vermögen mit Veräußerungswerten und latenten Steuern, Beteiligungen, Liquidationswert als Untergrenze, Substanzwert als zusätzliche Größe.
Branchen-Bibliothek
Zwölf Sektoren mit Branchen-Beta und typischen Multiplikator-Bandbreiten — Maschinenbau, Automotive, Chemie und Pharma-Vorprodukte, Pharma und Healthcare, IT-Software, IT-Services, Handel, Bau, Logistik, Dienstleistungen, Immobilien, Lebensmittel.
Multiplikator-Plausibilisierung
Wertindikation aus Umsatz-, EBIT- und EBITDA-Multiplikatoren als unabhängige Plausibilisierung der Ertragswert-Bewertung.
Sensitivitäten und Szenarien
Sensitivitätsanalyse mit Tornado-Diagramm für die kritischen Werttreiber. Szenarien Base, Best, Worst. Optional Monte-Carlo-Simulation mit Quantilen und Histogramm.
Live-What-If-Karte
Interaktive Slider in Modul 8 (Ergebnis und Barwert) für die zentralen Werttreiber — Basiszinssatz, Marktrisikoprämie, Beta, Wachstumsabschlag, EBIT-Marge, Umsatzwachstum. Der Unternehmenswert reagiert unmittelbar; nützlich für Wert-Bandbreiten und Sensitivitäts-Gespräche.
Stichtags-Vergleichsrechnung
Virtuelle Stichtage mit variierten Parametern (Basiszins, Marktrisikoprämie, Beta, EBIT-Pfad) als Sub-Seite der Analyse. Geeignet für die Darstellung der Wert-Entwicklung über mehrere FAUB-Stände oder Marktphasen hinweg.
Verlustvorträge
Modul mit Schaltern für § 8c und § 8d Körperschaftsteuergesetz sowie aussetzungsbasierte Mindestbesteuerung; Steuerersparnis je Jahr wirkt additiv auf das Jahresergebnis.
Drei-Phasen-Modell
Optionale Übergangsphase mit linear konvergierendem Wachstumsabschlag von der Detailplanung zur ewigen Rente — relevant in der Spruchverfahrens-Praxis.
Bewertungsbericht
Druckfertiger Bewertungsbericht in zwölf Kapiteln — Auftrag und Grundlagen, Annahmenverzeichnis, Vergangenheit, Detailplanung, Terminal Value, Ausschüttung und Steuern, Kapitalisierungszins, Sonderwerte und Liquidationswert, Barwert-Zusammenfassung, Plausibilisierung, Sensitivitätsanalyse.
Single-File-Anwendung
Eine einzige HTML-Datei, die ihr Modell beim Speichern in sich selbst einbettet. Portabel, einfach archivierbar, ohne externe Abhängigkeiten.
Bewertungsfunktionen und Bewertungsanlässe
Die Bewertungsfunktion steuert die typisierten Annahmen — etwa die Berücksichtigung käuferspezifischer Synergien. Hinterlegt sind die nach IDW S 1 üblichen Funktionen, jeweils mit dem zugehörigen Bewertungsanlass:
- Objektivierter Wert (neutraler Gutachter). Anlässe: Erbauseinandersetzung, Pflichtteilsergänzung, Familienbewertung, Spruchverfahren.
- Subjektiver Entscheidungswert — Käufer (Grenzpreis). Käuferspezifische Synergien und Finanzierungsvorteile werden bei der Werterhellung berücksichtigt.
- Subjektiver Entscheidungswert — Verkäufer (Mindestpreis). Wertuntergrenze entspricht dem Aufgabewert bei Fortführung der Beteiligung.
- Schiedsgutachten / Einigungswert. Objektivierte typisierte Annahmen unter Berücksichtigung der wechselseitigen Standpunkte (IDW S 1 Tz. 29).
Mitgelieferte Musterfälle
Im ZIP-Paket sind sechs Musterfälle als JSON-Datensätze enthalten, die über das Zahnrad-Menü importiert werden können:
- Holding-GmbH mit Beteiligungsportfolio, Schachtelbeteiligung nach § 8b Körperschaftsteuergesetz, Anteilsverkauf an Konzern-Gesellschafter.
- Holding-GmbH & Co. KG mit Mitunternehmerschaft, Beteiligungsportfolio, Erbauseinandersetzung zwischen vier Kommanditisten.
- Maschinenbau-GmbH mit Geschäftsführer-Übervergütungsprüfung, Verlustvortrags-Modul, Multiplikator-Plausibilisierung und paralleler WACC-DCF-Rechnung — Mehrheitsanteilsverkauf an strategischen Investor.
- Großhandels-KG mit kalkulatorischem Unternehmerlohn, Working-Capital-Quote vom Umsatz, Nachfolgeregelung an die nachfolgende Generation.
- GmbH & Co. KG (Metallverarbeitung) mit Drei-Phasen-Modell, Pensionsverbindlichkeiten in der Equity-Bridge, Gesellschafterstreit und Abfindungsbewertung im Spruchverfahrens-Kontext.
- Lehrbuch-Validierung. Bewusst schlanker, didaktischer Standardfall — Equity-Ertragswertmethode mit Tax-CAPM, Vollausschüttung, ohne Zusatzmodule. Erwarteter Unternehmensgesamtwert 8.086.979 EUR. Begleitet von einem eigenständigen Node-Skript, das die Soll-Werte mit den Standardformeln reimplementiert, und einem lesbaren Soll-Bericht mit allen Rechenschritten.
Zielgruppe und Vorkenntnisse
Das Werkzeug wendet sich an fachlich vorgebildete Anwender — Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Berater für Unternehmensbewertung und Mergers and Acquisitions, im Bewertungsstreit involvierte Anwälte sowie Gesellschafter und Geschäftsführer in Bewertungsanlässen. Eine Vorkenntnis der Methodik des IDW S 1 wird vorausgesetzt; das Werkzeug erleichtert die rechnerische Durchführung einer Bewertung, ersetzt aber nicht das methodische Verständnis.
Ein Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe (Tax-CAPM, Relevern-Formel, FAUB-Empfehlung, Wachstumsabschlag, Sum-of-the-Parts-Methode und andere); die Vorgehensweise wird durch einen Bewertungs-Wizard und Tooltips an den einzelnen Eingabefeldern geführt.
Hinweis zur fachlichen Eignung und Verantwortung. Die Software ist eine
Machbarkeitsstudie für die Eigenverwendung des Autors. Sie ist
nicht als alleinige Grundlage für berufsständische Stellungnahmen (insbesondere nach IDW S 1 oder vergleichbaren Standards), für Gutachten in Spruchverfahren, für Abfindungsbewertungen oder für sonstige verantwortliche Bewertungen im Rechtsverkehr vorgesehen. Wer das Werkzeug im beruflichen Kontext einsetzt, ist allein für die Validierung der Rechenwege, der Annahmen und der Ergebnisse verantwortlich — eine eigene fachliche Plausibilisierung anhand der einschlägigen Standards und der konkreten Sachverhaltsumstände ist in jedem Fall erforderlich. Hinweise auf Fehler oder methodische Unstimmigkeiten sind ausdrücklich willkommen und werden gepflegt; Kontakt über das
Impressum. Mit der Inbetriebnahme der Software werden die
Lizenzbedingungen der Werkstatt anerkannt.