Deine Eckdaten
Deine gesetzliche Rente
Wenn du eine Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung hast, kannst du die Werte direkt übernehmen — das ist genauer als eine Hochrechnung aus dem Brutto.
Berechnung erfolgt aus deinem Bruttoeinkommen und der voraussichtlichen Beitragsdauer (Annahme: ab Alter 23 bis Renteneintritt). Diese Methode ist gröber als die offizielle Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung — wenn du eine Renteninfo hast, sind die anderen Modi genauer.
Die Restzeit bis zum Renteneintritt wird mit deinem aktuellen Brutto von — pro Jahr als konstanter Annahme hochgerechnet — als würdest du bis zum Renteneintritt durchgehend dieses Brutto verdienen und lückenlos in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
Wann passt dieser Modus gut zu dir? Wenn dein heutiges Brutto ungefähr dem entspricht, was du bis zur Rente erwarten würdest — zum Beispiel nach einem Karrieresprung, der erstmal so bleiben soll.
Wann lieber den Modus „Direkt"? Wenn du gerade in einer Phase mit weniger Einkommen bist (Teilzeit, Elternzeit, längere berufliche Auszeit) und das nicht dauerhaft so bleiben soll, fällt die Hochrechnung hier zu pessimistisch oder zu optimistisch aus.
Die Anzeige erfolgt in heutiger Netto-Kaufkraft (Brutto × pauschaler Faktor 0,82).
Die gesamte Rente wird aus deinem aktuellen Brutto von — pro Jahr hochgerechnet. Annahme: ab Alter 23 lückenlose Beitragspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung bis zum Renteneintritt mit konstantem Brutto in heutiger Kaufkraft.
Tatsächliche Erwerbsbiografien — Studium, Selbstständigkeit, Teilzeit, Auslandsaufenthalt, Erwerbsunterbrechungen — sind in dieser Hochrechnung nicht abgebildet. Eine Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung liefert deutlich präzisere Werte.
Die Anzeige erfolgt in heutiger Netto-Kaufkraft (Brutto × pauschaler Faktor 0,82).
Private Altersvorsorge — Riester Rechtsstand 2026: Riester-Konstanten und Förderhöhen unverändert. Die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge ist beschlossen (Bundestag 27.03.2026, Bundesrat 08.05.2026): ab 2027 gelten neue Produktformen einschließlich Altersvorsorgedepot. Für das Beitragsjahr 2026 rechnet dieses Modul weiter nach dem bisherigen Riester-Recht; das Altersvorsorgedepot selbst ist hier noch nicht abgebildet (siehe Ausblick unten). Die Berechnung berücksichtigt die nachgelagerte Besteuerung nach § 22 Nr. 5 Einkommensteuergesetz vereinfacht über einen pauschalen Netto-Faktor (analog gesetzlicher Rente). Die gesetzliche Beitragserhaltsgarantie (mindestens die Summe deiner Einzahlungen und Zulagen) ist als Untergrenze des Endkapitals berücksichtigt. Vertragsindividuelle Kosten (Abschluss, Verwaltung) sind dagegen nicht abgebildet — trage die angenommene Rendite deshalb als Rendite nach Kosten ein. Für eine konkrete Vertragsanalyse sprich mit deinem Anbieter oder einem Honorarberater.
Staatlich geförderte Altersvorsorge mit Zulagen und Sonderausgabenabzug nach § 10a Einkommensteuergesetz. Wenn du keinen Vertrag hast, einfach „Nicht aktiv" lassen.
Rentenblick — heute vs. im Alter
So rechnen wir die Auszahlung aus dem Depot
Der Wert deines Depots zum Renteneintritt — bereits in heutige Kaufkraft umgerechnet und nach Abzug der Abgeltungsteuer auf den Wertzuwachs — wird gleichmäßig auf die Jahre vom Renteneintritt bis zum 90. Lebensjahr verteilt. Daraus folgen drei Vereinfachungen:
- Lineare Auszahlung. Jeden Monat fließt der gleiche Betrag aus dem Depot — kein Anpassen an Marktphasen, kein Aufzehren des Restbestands über die Zeit.
- Keine Verzinsung in der Auszahlungsphase. Das noch nicht ausgezahlte Kapital bleibt rechnerisch unverzinst (real 0 % Rendite). Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne nach Renteneintritt werden hier nicht modelliert.
- Steuer einmalig zum Renteneintritt. Die Abgeltungsteuer auf den gesamten Wertzuwachs wird zum Renteneintritt in einem Schritt abgezogen, nicht — wie tatsächlich — erst bei der jeweiligen Auszahlung über die Jahre verteilt.
Festes Endalter 90. Gerechnet wird bis zum 90. Lebensjahr. Wer länger lebt, verteilt denselben Depot-Topf auf mehr Jahre — dann fällt der monatliche Betrag entsprechend niedriger aus, oder das Depot ist vor dem Lebensende aufgebraucht. Ein garantiertes „Geld bis zum Lebensende" bildet der Starter Plus bewusst nicht ab.
Diese Vereinfachungen sind eher konservativ: Bei einer realen Rendite über 0 % in der Auszahlungsphase läge der monatliche Auszahlbetrag etwas höher. Die Riester-Rente und die gesetzliche Rente sind von dieser Annahme nicht berührt — sie werden separat berechnet. Im Vollmodell auf www.privatbilanz.de wird die Auszahlungsphase detaillierter abgebildet.
Lebenshaltungskostenpyramide — was deckt deine Rente?
Deine Ausgaben im Alter nach Priorität, aufgeteilt auf die typische Kostenstruktur eines Single-Haushalts in Deutschland. Die Summe aller Ebenen entspricht deinem monatlichen Bedarf. Die rote Linie zeigt, wie weit dein Budget aus Rente und Depot reicht.
Bedürfnis-Deckungsprofil — worauf eine Lücke trifft
Dieselben Ausgaben, geordnet nach der Bedürfnishierarchie nach Maslow. Dein verfügbares Einkommen wird von unten nach oben aufgefüllt — so wird sichtbar, auf welcher Stufe ein etwaiger Fehlbedarf zuerst einschlägt.
Was die Farbe aussagt — und was nicht
Finanzielle Deckung ist eine Voraussetzung, kein Garant für Zufriedenheit. Gerade im Ruhestand speist sich Lebenszufriedenheit stark aus Gesundheit, sozialen Beziehungen und Sinn. Viele Menschen sind im Alter zufriedener, als es die reine Finanzlage erwarten ließe. Die Zuordnung der Kosten zu den Stufen ist eine bewusste Setzung: „Sicherheit" umfasst hier die Kranken- und Pflegeversicherung sowie die gesundheitliche Vorsorge.
Wie belastbar ist das? Dieses Profil ist eine illustrative Priorisierung, kein Messergebnis. Die Aufteilung deines Bedarfs auf die Stufen beruht auf modellhaften Setzungen (typische Ausgabenstruktur eines Single-Haushalts, gerundete Einkommens- und Altersfaktoren) — nicht auf einer für dich erhobenen Datengrundlage. Die Farbe zeigt also die Richtung, nicht eine exakte Größe.
Dein Depot bis zur Rente
So entwickelt sich deine Sparrate über die Jahre. Die Zahl „später auf dem Konto" wirkt groß, aber viel davon wird durch die Inflation aufgefressen. Entscheidend ist, was das Geld in heutigem Wert bedeutet.
Hebel-Rechner — was passiert, wenn du etwas änderst?
Spiel mit den drei Reglern und schau, wie sich dein späteres Vermögen verändert. Der Vergleich rechts zeigt den entscheidenden Punkt: Wer früher anfängt, hat am Ende deutlich mehr — auch bei gleicher Sparrate. Alle Werte sind Nachsteuer-Beträge in heutiger Kaufkraft, konsistent zum Rentenblick.
Hinweise zu deinen nächsten Schritten
Diese Liste passt sich an deine Eingaben an und ist nach Wirkung sortiert. Es handelt sich um modellhafte Hinweise — keine Anlage- oder Versicherungsberatung. Für konkrete Entscheidungen sprich mit einer fachkundigen Beratungsperson.
Das Altersvorsorgedepot ist beschlossen und wird Anfang 2027 eingeführt — eine staatlich geförderte Variante der klassischen ETF-Anlage mit steuerlichen Vorteilen. Dieser Starter Plus bildet das Altersvorsorgedepot nicht ab; für eine gezielte Berechnung gibt es den separaten Rechner Finanzstruktur Altersvorsorge auf privatbilanz.de/altersvorsorge.html. Wer jetzt schon mit einem gewöhnlichen ETF-Depot anfängt, verliert dadurch nichts — der Einstiegszeitpunkt zählt mehr als die exakte Produktwahl. Das zeigt dir der Hebel-Rechner oben.
Was dieses Tool nicht beantwortet
Damit der Starter Plus niederschwellig bleibt, lässt er bewusst mehrere Dinge weg, die im Einzelfall einen erheblichen Unterschied machen können. Wenn dich einer dieser Punkte betrifft, ist die Tool-Aussage entsprechend zu relativieren — oder du wechselst für eine konkrete Frage in das Vollmodell auf www.privatbilanz.de oder zu einer fachkundigen Beratungsperson.
Familie und Lebenssituation
- Splittingverfahren nach § 26b Einkommensteuergesetz. Das Tool unterstellt durchgängig Einzelveranlagung. Bei Heirat sinkt die Steuerbelastung, insbesondere in Alleinverdiener- Konstellationen oft erheblich.
- Kindererziehungszeiten nach § 56 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch. Pro Kind werden bis zu drei Jahre als Pflichtbeitragszeit gutgeschrieben (für ab 1992 geborene Kinder, ein Entgeltpunkt je Jahr). Im Tool nicht berücksichtigt.
- Kinderfreibetrag und Günstigerprüfung nach §§ 32 Absatz 6, 31 Einkommensteuergesetz. Das Tool erfasst nur den Kinderlosen-Zuschlag der Pflegeversicherung, nicht den steuerlichen Kinderfreibetrag oder das Kindergeld.
- Progressionsvorbehalt nach § 32b Einkommensteuergesetz. Elterngeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld I und Übergangsgeld sind selbst steuerfrei, erhöhen aber den Steuersatz auf die übrigen Einkünfte. Im Tool nicht modelliert.
- Familienversicherung nach § 10 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch. Für Werkstudierende unter 25 innerhalb der Einkommensgrenze nimmt das Tool eine beitragsfreie Familienversicherung über die Eltern an (kein eigener Beitrag). Ab 25, oberhalb der Grenze oder ab etwa 30 wird die studentische bzw. freiwillige Kranken- und Pflegeversicherung angesetzt. Ob tatsächlich eine Familienversicherung besteht (z. B. gesetzlich versicherte Eltern), hängt vom Einzelfall ab.
Erwerbs- und Existenzrisiken
- Erwerbsminderungsrente nach § 43 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch und private Berufsunfähigkeit. Statistisch wird etwa jeder Vierte berufsunfähig — das größte unsichtbare Risiko in der Vorsorge junger Erwerbstätiger. Das Tool berechnet ausschließlich die Regelaltersrente.
- Hinterbliebenenversorgung nach §§ 46 ff. Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (Witwen-, Witwer- und Waisenrente) beziehungsweise §§ 16 ff. Beamtenversorgungsgesetz. Im Tool nicht abgebildet.
- Mehrere Einkunftsarten parallel. Das Tool unterstellt eine einzige Haupteinkunftsart pro Person. Nebentätigkeit, Vermietung oder zusätzliche Selbstständigkeit verändern aber die Steuerprogression.
- Selbstständigkeit. Tarif § 18 Einkommensteuergesetz, freiwillige gesetzliche Rentenversicherung, Künstlersozialkasse, eigene Beitragsbemessung in der Kranken- und Pflegeversicherung sind nicht enthalten; ein Einkommenstyp „Selbstständig" fehlt bewusst.
Modell- und Marktannahmen
- Aktueller Rentenwert konstant bei 42,52 €. Tatsächlich passt sich der Rentenwert jährlich nach § 68 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch der Lohnentwicklung an. Über 40 Jahre Anspardauer kann die Differenz erheblich sein.
- Inflation als Konstante 2,3 %. Tatsächlich volatil — Bandbreite der letzten Jahre 0 % bis über 8 %. Der reale Endwert kann entsprechend abweichen.
- Rendite als Punktschätzung ohne Bandbreite. Keine Szenarioanalyse, kein „Sequence-of-Returns"-Risiko in der Auszahlungsphase.
- Konstantes Reallohn-Niveau über das gesamte Erwerbsleben. Tatsächlich steigt das Einkommen typischerweise mit Berufserfahrung; das Tool rechnet bewusst defensiv mit heutiger Kaufkraft.
- Werkstudenten-Privileg ohne Stundenprüfung. Das 20-Stunden-Limit nach § 6 Absatz 1 Nummer 3 SGB V wird modellhaft nicht geprüft; Übertritte in die Sozialversicherungspflicht werden nicht abgebildet.
- Reformrisiken bei Solidaritätszuschlag, Riester- Rente, Beitragsbemessungsgrenzen, Doppelbesteuerungsfragen und der schrittweisen Einführung des Altersvorsorgedepots ab 2027. Das Tool arbeitet auf Rechtsstand 2026 und kann politische Änderungen nicht antizipieren.
Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Sie soll dir helfen, die Tool-Ergebnisse in den richtigen Kontext zu setzen — nicht verunsichern. Für eine Einzelfallbetrachtung ist eine zugelassene Berufsperson (Steuerberater, Honorarberater, Versicherungsberater) der richtige Weg.
Werte speichern und laden
Drei Wege, deine Eingaben zu sichern. Die JSON-Datei eignet sich, wenn du die reinen Werte später in einer neueren Tool-Version wieder einlesen willst. Die HTML-Datei ist eine vollständige, eigenständige Kopie des Tools mit deinen Werten — sie funktioniert auch ohne Internet und ohne diese Original-Datei. Alle drei Optionen bleiben lokal auf deinem Gerät.