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  FINANZSTRUKTUR RENTENRADAR
  Version 2026.0.1
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BESCHREIBUNG
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Finanzstruktur Rentenradar ist ein lokal im Browser laufendes Werkzeug, das die
jährliche Renteninformation und die Rentenauskunft der Deutschen Renten-
versicherung in verständliche Kennzahlen übersetzt. Es beantwortet die Frage,
was von der gedruckten Bruttoprognose nach Abgaben, Steuer und Geldentwertung
real übrig bleibt und ob im Ruhestand eine Versorgungslücke zu erwarten ist.

Kern der Auswertung ist der sogenannte Wahrheits-Trichter: ein Wasserfall-
diagramm, das den Weg von der Bruttoprognose laut Schreiben über die Beiträge
zur Kranken- und Pflegeversicherung, die geschätzte Einkommensteuer und den
Kaufkraftverlust bis zur real verfügbaren Rente in heutiger Kaufkraft Schritt
für Schritt nachzeichnet.

Darauf aufbauend ermittelt das Werkzeug:

  - die monatliche Versorgungslücke gegenüber dem unterstellten Bedarf im
    Ruhestand (voreingestellt 80 Prozent des heutigen Nettoeinkommens; die
    Bedarfsquote ist im Administrationsbereich änderbar),

  - das zum Renteneintritt erforderliche Zusatzvermögen als Barwert der
    lebenslang zu schließenden Lücke,

  - die notwendige monatliche Sparrate, mit der sich eine erkannte Lücke bis
    zum Renteneintritt rechnerisch schließen ließe,

  - eine Näherung der bislang erreichten Entgeltpunkte (Rentenpunkte),

  - den Wert der gesetzlichen Rente als Barwert der lebenslangen Zahlung sowie
    als grobe Vergleichsgröße in Gestalt eines Vier-Prozent-Äquivalents,

  - die Absicherung bei voller Erwerbsminderung, sofern der entsprechende
    Betrag aus dem Schreiben erfasst wurde.

Die Besteuerung der Rente wird vereinfacht über den nach dem Jahr des Renten-
beginns wachsenden Besteuerungsanteil abgebildet (nachgelagerte Besteuerung
nach § 22 Nummer 1 Einkommensteuergesetz). Die Beiträge zur Kranken- und
Pflegeversicherung folgen dem Regelfall der Krankenversicherung der Rentner;
für freiwillig oder privat Versicherte sowie für die Elterneigenschaft in der
Pflegeversicherung (§ 55 Elftes Buch Sozialgesetzbuch) stehen im Experten-
Modus gesonderte Angaben bereit.

Im Tab Was-wäre-wenn lassen sich die wesentlichen Stellschrauben durchspielen:
ein vorgezogener oder aufgeschobener Rentenbeginn samt der Auf- und Abschläge
nach § 77 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch, ein verändertes künftiges Einkommen,
eine zusätzliche Sparrate sowie eine Einmalzahlung zum Erwerb zusätzlicher
Entgeltpunkte. Eine Hebel-Analyse zeigt, welche dieser Stellschrauben im
konkreten Fall am stärksten wirkt.

Das Werkzeug richtet sich sowohl an Personen, die ihre Renteninformation zum
ersten Mal näher einordnen möchten, als auch an fachlich vorgebildete Anwender,
die alle Modellannahmen selbst steuern wollen. Für beide Gruppen steht je eine
eigene Bedienoberfläche bereit (siehe nächster Abschnitt). Die Auswertung
verzichtet bewusst auf normative Empfehlungen; sie ordnet das Modellergebnis
mit einer neutralen Ampel und im Klartext ein.


DIE ZWEI BEDIENMODI
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Das Werkzeug bietet zwei Ansichten, zwischen denen sich jederzeit umschalten
lässt — der Schalter befindet sich oben rechts im Kopf des Werkzeugs.

  - Einsteiger-Modus: eine schlanke Oberfläche. Erfasst werden nur die
    Pflichtangaben aus der Renteninformation; alle übrigen Annahmen werden
    mit dokumentierten Standardwerten belegt und im Ergebnis offen
    ausgewiesen. Eine einführende Übersicht erläutert das Vorgehen.

  - Experten-Modus: die vollständige Oberfläche. Zusätzlich verfügbar sind
    ergänzende Eingaben (unter anderem Entgeltpunkte, Versicherungsjahre,
    Zusatzanwartschaften, Krankenversicherungsstatus, Elterneigenschaft),
    der Druckreport und der Administrationsbereich mit den Rechen-
    parametern, den Modellannahmen, dem Quellenverzeichnis und dem
    Selbsttest.

Beide Modi nutzen dieselbe Rechen-Engine und dieselben Arbeitsbereiche für
Eingabe und Auswertung. Eingaben, die in einem Modus gemacht werden, stehen
nach dem Umschalten unverändert im anderen Modus zur Verfügung.

Beim erstmaligen Öffnen erscheint ein kurzer Auswahldialog, über den der
gewünschte Einstiegsmodus gewählt wird. Der Dialog weist darauf hin, dass ein
späterer Wechsel jederzeit möglich ist, und erscheint nur einmal. Wird der
aktuelle Stand über „Als HTML sichern" als HTML-Datei abgelegt, merkt sich
diese Datei den zuletzt gewählten Modus; beim erneuten Öffnen erscheint der
Dialog dann nicht noch einmal.


SYSTEMANFORDERUNGEN
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  - Aktueller Webbrowser auf Chromium-, Firefox- oder Safari-Basis
  - WebView auf iOS und Android wird unterstützt
  - Internet Explorer wird nicht unterstützt
  - Die Diagrammbibliothek Chart.js sowie die Schriften DM Sans und
    JetBrains Mono sind vollständig in die HTML-Datei eingebettet. Das
    Werkzeug benötigt zu keinem Zeitpunkt eine Internetverbindung und baut
    auch beim Start keine Verbindung zu Dritten auf.
  - Keine Installation, keine Backend-Verbindung, keine Datenübertragung
  - Keine Cookies, kein Local Storage


ERSTE SCHRITTE
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  1. Die Datei Finanzstruktur_Rentenradar_2026_0_1.html mit einem Doppelklick
     im Webbrowser öffnen. Optional kann die Datei an einen festen Speicherort
     kopiert und eine Verknüpfung auf dem Schreibtisch abgelegt werden. Beim
     ersten Öffnen erscheint der Auswahldialog für den Einstiegsmodus (siehe
     Abschnitt „Die zwei Bedienmodi").

  2. Im Tab Renteninformation erfassen werden die Zahlen aus dem Schreiben der
     Deutschen Rentenversicherung übertragen. Eine Schema-Abbildung („So lesen
     Sie Ihre Renteninformation") zeigt mit nummerierten Markierungen, an
     welcher Stelle des Schreibens die benötigten Werte stehen; die Abbildung
     lässt sich zur besseren Lesbarkeit vergrößern. Als Pflichtangaben werden
     erfasst: Geburtsjahr, geplanter Renteneintritt, aktuelles Netto-
     einkommen, die Hochrechnung der Regelaltersrente, die bereits erreichte
     Anwartschaft sowie die Rente bei voller Erwerbsminderung. Wer das
     Werkzeug zunächst nur ausprobieren möchte, kann über die Schaltfläche
     „Beispieldaten laden" einen Musterfall einsetzen.

  3. Im Experten-Modus steht zusätzlich die Karte „Ergänzende Angaben
     (optional)" zur Verfügung. Dort lassen sich Entgeltpunkte aus einer
     Rentenauskunft, Versicherungsjahre, eine vorhandene betriebliche oder
     private Zusatzanwartschaft, der Krankenversicherungsstatus im Renten-
     bezug sowie die Elterneigenschaft erfassen. Fehlen diese Angaben, rechnet
     das Werkzeug mit dokumentierten Standardannahmen.

  4. Der Tab Rentenprofil zeigt das Ergebnis. An erster Stelle steht die
     Statuskarte „Ihr Rentenstatus" mit einer Ampel sowie der monatlichen
     Versorgungslücke und der notwendigen Sparrate auf einen Blick. Es folgen
     der Wahrheits-Trichter, die Kennzahlenübersicht, die Ausgabenpyramide
     („Wofür die Rente reicht"), die Näherung der Entgeltpunkte, der Wert der
     gesetzlichen Rente, die Absicherung bei voller Erwerbsminderung sowie
     einordnende Hinweise zur persönlichen Situation.

  5. Im Tab Was-wäre-wenn lassen sich die Stellschrauben durchspielen: der
     Zeitpunkt des Renteneintritts, das künftige Einkommen und eine
     zusätzliche Sparrate. Das Ergebnis des Szenarios wird unmittelbar
     angezeigt. Die Hebel-Analyse stellt gegenüber, welche Stellschraube am
     stärksten wirkt. Ein eigener Baustein rechnet die Wirkung einer
     Einmalzahlung zum Erwerb zusätzlicher Entgeltpunkte.

  6. Der Tab Klartext fasst die Renteninformation und das Berechnungsergebnis
     in allgemein verständlicher Sprache zusammen.

  7. Der Tab Was nun? beantwortet die Frage, wie der nächste Schritt praktisch
     aussieht, nachdem eine Lücke erkannt wurde. Er nennt anbieterneutral die
     üblichen Ansatzpunkte und verweist auf weiterführende Werkzeuge auf
     www.privatbilanz.de.

  8. Im Tab Druckreport (nur Experten-Modus) wird ein mehrseitiger Bericht
     erzeugt. Er umfasst ein Deckblatt mit Logo, Titel sowie Stand- und
     Rechtsstandangaben, die Ausgangslage, den Wahrheits-Trichter samt
     Wasserfallgrafik, die Versorgungslücke, die Ausgabenpyramide, den Wert
     der gesetzlichen Rente, die Absicherung bei voller Erwerbsminderung
     sowie einen Hinweis auf die freiwillige Unterstützung des Projekts.
     Über die Schaltfläche „Drucken" oben rechts wird der gerade geöffnete
     Tab gedruckt.

  9. Im Tab Administration (nur Experten-Modus) sind die Rechenparameter
     getrennt ausgewiesen: die Rechtsparameter (geltendes Recht, etwa
     Beitragssätze, Besteuerungsanteile und der aktuelle Rentenwert) sowie
     die Modellannahmen (offenzulegende Setzungen, etwa Inflation, Renditen,
     Lebenserwartung und Bedarfsquote). Ein Quellenverzeichnis führt die
     herangezogenen Grundlagen auf. Der Selbsttest rechnet feste Beispiel-
     fälle durch und vergleicht das Ergebnis mit hinterlegten Erwartungs-
     werten; er prüft die Kernformeln auf innere Schlüssigkeit, hängt nicht
     von den Eingaben ab und wird nur auf Knopfdruck ausgeführt. Er ersetzt
     keine fachliche Durchsicht.

  10. Für die Sicherung der Eingaben bestehen zwei Wege. Über „Daten
     sichern" werden alle Eingaben in eine kompakte JSON-Datei
     geschrieben und über „Daten laden" wieder eingelesen. Über
     „Als HTML sichern" wird der aktuelle Stand als vollständige,
     eigenständige HTML-Datei abgelegt; diese Datei lässt sich später
     direkt öffnen und enthält alle Eingaben bereits ausgefüllt und den
     zuletzt gewählten Bedienmodus. Da das Werkzeug ohne Cookies und ohne
     Local Storage arbeitet, sind dies die beiden Persistenzwege. Eine
     Schaltfläche zum
     manuellen Neuberechnen gibt es nicht — jede Änderung an einem Eingabe-
     feld wird sofort in alle Tabs übernommen.


HINWEIS ZUR BEDIENUNG
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Neben vielen Eingabefeldern befindet sich ein kleines Informationszeichen.
Fährt man mit der Maus darüber, erscheint eine kurze Erklärung des Feldes.
Diese Erklärungen weisen auch dort, wo eine Angabe nicht der Renteninformation
zu entnehmen ist oder eine Modellannahme zugrunde liegt, ausdrücklich darauf
hin.

Über die Schaltfläche „Impressum & Hinweise" unten rechts werden das Impressum
nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz, der Beratungsausschluss, die Urheberrechts-
und Nutzungsbedingungen sowie die Datenschutzhinweise eingeblendet. Dort ist
auch die Versionsangabe ausgewiesen.


KONTAKT UND RÜCKMELDUNG
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Bezugsquelle und Aktualisierungen: www.privatbilanz.de

Rückmeldungen, Anregungen und Hinweise auf Berechnungsfehler oder veraltete
Rechtsstände sind willkommen. Die zugehörige Kontaktadresse findet sich auf
der oben genannten Webseite.


RECHTLICHE HINWEISE
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Keine Steuerberatung — Keine Rechtsberatung — Keine Anlage- oder
Versicherungsberatung.

Finanzstruktur Rentenradar ist ein modellhaftes Rechen- und Darstellungs-
werkzeug zur persönlichen Finanzplanung. Der Entwickler ist weder Steuer-
berater noch Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Anlage- oder Versicherungs-
berater und ist insbesondere nicht zur geschäftsmäßigen Hilfeleistung in
Steuersachen im Sinne des § 3 Steuerberatungsgesetz befugt. Durch die Nutzung
der Software kommt keine Beratungsbeziehung zustande. Berechnungen, Befunde
und Hinweise sind rein modellhaft und stellen keine Empfehlung im rechtlichen,
steuerlichen, anlage- oder versicherungsbezogenen Sinne dar.

Verbindliche Auskünfte zur gesetzlichen Rente erteilt allein die Deutsche
Rentenversicherung. Die im Werkzeug verwendeten Werte ersetzen insbesondere
nicht die amtliche Rentenauskunft. Vor jeder Umsetzung steuerlicher,
rechtlicher, anlage- oder versicherungsbezogener Entscheidungen ist eine
individuelle Prüfung durch eine zugelassene Berufsperson erforderlich.
Zuständig sind unter anderem die Deutsche Rentenversicherung, Steuerberater
und Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, Anlageberater im Sinne des Wertpapier-
handelsgesetzes sowie Versicherungsvermittler und Versicherungsberater im
Sinne des § 34d Gewerbeordnung.

Keine Gewähr, kein Support. Die Haftung ist im gesetzlich zulässigen Umfang
ausgeschlossen. Hiervon ausgenommen sind Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit
sowie Schäden an Leben, Körper und Gesundheit; § 521 Bürgerliches Gesetzbuch
bleibt unberührt.

Das Werkzeug verarbeitet ausschließlich lokal im Browser. Es überträgt keine
Daten an externe Server. Die Persistenz der Eingaben erfolgt allein über den
vom Anwender selbst veranlassten Export in eine JSON-Datei oder das Speichern
als HTML-Datei.

Stand der Berechnungslogik:
Die abgebildeten Rechengrößen — insbesondere die Beitragssätze zur Kranken-
und Pflegeversicherung, die Besteuerungsanteile der nachgelagerten Besteuerung,
der aktuelle Rentenwert und der Aufwand je zusätzlichem Entgeltpunkt — haben
den Rechtsstand 2025. Die nächste turnusmäßige Anpassung — insbesondere des
Rentenwerts — erfolgt voraussichtlich zum 01.07.2026; danach gilt der
Rechtsstand 2026. Geänderte Rechengrößen lassen sich im Administrationsbereich
nachführen. Spätere Änderungen sind nicht automatisch enthalten.

© 2026 Andreas Ebert. Freeware zur persönlichen Nutzung. Bezug:
www.privatbilanz.de

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