Rentenradar — Ihre Renteninformation verständlich gemacht
Die jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung nennt Beträge, die auf den ersten Blick beruhigend wirken — doch von der gedruckten Bruttozahl bleibt nach Sozialabgaben, Steuer und Geldentwertung deutlich weniger übrig. Dieses Werkzeug rechnet diesen Weg Schritt für Schritt nach und zeigt Ihnen, was real in Ihrer Tasche ankommt und ob eine Versorgungslücke besteht.
- Der Wahrheits-Trichter: Von der Bruttorente über Kranken- und Pflegeversicherung sowie Steuer bis zur real verfügbaren Rente in heutiger Kaufkraft.
- Ihre Versorgungslücke: Die Differenz zwischen dem, was Sie im Ruhestand voraussichtlich benötigen, und dem, was die gesetzliche Rente leistet.
- Notwendige Sparrate: Der monatliche Betrag, mit dem sich eine erkannte Lücke bis zum Renteneintritt rechnerisch schließen ließe.
- Hinweise zu Ihrer Situation: Etwa zur Erwerbsminderungsabsicherung oder zum Krankenversicherungsstatus im Rentenbezug.
- Wechseln Sie zum Tab Renteninformation erfassen.
- Übertragen Sie wenige Zahlen aus Ihrem Schreiben der Deutschen Rentenversicherung.
- Im Tab Rentenprofil sehen Sie sofort Trichter, Kennzahlen und Ampel.
- Unter Was nun? erfahren Sie, wie der nächste Schritt praktisch abläuft.
Wenn Sie alle Annahmen selbst steuern möchten — Krankenversicherungsstatus, Inflationsszenario, Zusatzanwartschaften —, wechseln Sie oben rechts in den Experten-Modus.
Der Rentenradar ist ein Rechen- und Anschauungshilfsmittel. Er ersetzt weder eine Renten-, Steuer- noch eine Anlage- oder Versicherungsberatung und gibt keine Empfehlung ab. Alle Berechnungen beruhen auf vereinfachten Annahmen und typisierten Durchschnittswerten; insbesondere die Steuerschätzung ist eine Näherung und kann von Ihrer tatsächlichen Situation abweichen. Verbindliche Auskünfte erteilen die Deutsche Rentenversicherung, ein Steuerberater oder eine Versicherungsberatung.
Modellhaftes Rechen- und Darstellungswerkzeug zur persönlichen Finanzplanung. Der Entwickler ist weder Steuerberater noch Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Renten-, Anlage- oder Versicherungsberater und insbesondere nicht zur geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen im Sinne des § 3 StBerG befugt. Durch die Nutzung der Software kommt keine Beratungsbeziehung zustande. Berechnungen, Befunde und Hinweise sind rein modellhaft und stellen keine Empfehlung im rechtlichen, steuerlichen, anlage- oder versicherungsbezogenen Sinne dar. Insbesondere die Steuerschätzung ist eine Näherung. Keine Gewähr, kein Support, Haftung im gesetzlich zulässigen Umfang ausgeschlossen (Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie Schäden an Leben, Körper und Gesundheit ausgenommen; § 521 BGB bleibt unberührt). Vor jeder Umsetzung ist eine individuelle Prüfung durch eine zugelassene Berufsperson bzw. eine Auskunft der Deutschen Rentenversicherung erforderlich.
© 2026 Andreas Ebert · Freeware zur persönlichen Nutzung · Bezug: www.privatbilanz.de
Worum geht es?
Der Rentenradar überführt die Angaben aus Renteninformation und Rentenauskunft (§ 109 SGB VI) in belastbare Kennzahlen. Im Mittelpunkt steht der Weg von der gedruckten Bruttorente über die Abzüge in Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Einkommensteuer bis zur real verfügbaren Rente in heutiger Kaufkraft. Daraus werden Versorgungslücke, erforderliches Zusatzvermögen und notwendige Sparrate abgeleitet.
- Kranken-/Pflegeversicherung: Im Standardfall der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) trägt die Rentenversicherung den hälftigen Beitrag zum allgemeinen Beitragssatz und Zusatzbeitrag mit; der Pflegeversicherungsbeitrag und ggf. der Zuschlag für Kinderlose (§ 55 Abs. 3 SGB XI) sind vom Rentner allein zu tragen.
- Steuer: Der Besteuerungsanteil richtet sich nach dem Jahr des Rentenbeginns (Kohortenprinzip). Die Steuerlast wird über den Tarif des § 32a EStG näherungsweise ermittelt — vereinfachend ohne weitere Einkünfte und ohne Abzugsbeträge.
- Kaufkraft: Die nominale Nettorente wird mit dem gewählten Inflationsszenario auf heutige Kaufkraft abgezinst.
- Bedarf und Lücke: Der Versorgungsbedarf wird als Quote des heutigen Nettoeinkommens angesetzt; die Lücke ist die Differenz zur real verfügbaren Rente.
- Sparrate: Das zur Schließung der Lücke erforderliche Kapital wird als Barwert der Lückenzahlungen ermittelt und über einen Sparplan auf eine monatliche Rate bis zum Renteneintritt zurückgerechnet.
Alle Rechengrößen und Szenariosätze sind im Tab Administration einsehbar und anpassbar.
- Im Tab Renteninformation erfassen die Pflichtangaben und — bei vorliegender Rentenauskunft — die ergänzenden Angaben eintragen.
- Im Tab Rentenprofil Wahrheits-Trichter, Kennzahlen, Ampel und Risikohinweise auswerten.
- Im Tab Was nun? die Übergabegrößen für die weitergehende Planung ablesen.
- Im Tab Druckreport eine kompakte Druckansicht erzeugen.
- Im Tab Administration bei Bedarf die Rechtsparameter pflegen.
Modellhaftes Rechen- und Darstellungswerkzeug zur persönlichen Finanzplanung. Der Entwickler ist weder Steuerberater noch Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Renten-, Anlage- oder Versicherungsberater und insbesondere nicht zur geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen im Sinne des § 3 StBerG befugt. Durch die Nutzung der Software kommt keine Beratungsbeziehung zustande. Berechnungen, Befunde und Hinweise sind rein modellhaft und stellen keine Empfehlung im rechtlichen, steuerlichen, anlage- oder versicherungsbezogenen Sinne dar. Insbesondere die Steuerschätzung ist eine Näherung. Keine Gewähr, kein Support, Haftung im gesetzlich zulässigen Umfang ausgeschlossen (Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie Schäden an Leben, Körper und Gesundheit ausgenommen; § 521 BGB bleibt unberührt). Vor jeder Umsetzung ist eine individuelle Prüfung durch eine zugelassene Berufsperson bzw. eine Auskunft der Deutschen Rentenversicherung erforderlich.
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Renteninformation oder Rentenauskunft erfassen
Übertragen Sie wenige Zahlen aus Ihrem Schreiben der Deutschen Rentenversicherung. Die Maske bedient sowohl die jährliche Renteninformation (§ 109 SGB VI, ab dem 27. Lebensjahr) als auch die ausführlichere Rentenauskunft (ab dem 55. Lebensjahr oder auf Antrag). Entgeltpunkte stehen nur in der Rentenauskunft und sind hier optional.
So lesen Sie Ihre Renteninformation
Die rot nummerierten Stellen auf dieser Muster-Renteninformation zeigen, welche Angabe in welches Eingabefeld gehört. Dieselben Ziffern finden Sie unten an den zugehörigen Feldern. Klicken oder tippen Sie auf das Bild, um es vergrößert zu betrachten.
Das aktuelle Nettoeinkommen steht nicht in der Renteninformation — es stammt aus Ihrer Gehaltsabrechnung. Abgebildet ist eine Muster-Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Pflichtangaben
Ergänzende Angaben (optional)
Das genügt fürs Erste
Mit den sechs Pflichtangaben oben kann das Werkzeug bereits ein vollständiges Rentenprofil erstellen. Feinere Einstellungen (Krankenversicherungsstatus, Inflationsszenario, Zusatzanwartschaften) stehen im Expertenmodus zur Verfügung.
Ihr Rentenstatus
Der Wahrheits-Trichter
Vom gedruckten Bruttobetrag bis zu dem, was real in Ihrer Tasche ankommt — Schritt für Schritt. Alle Beträge der letzten Stufe sind in heutiger Kaufkraft ausgewiesen.
Kennzahlen im Überblick
Wofür die Rente reicht — Ihre Ausgabenpyramide
Die Pyramide verteilt Ihren geschätzten monatlichen Bedarf im Ruhestand auf typische Ausgabenbereiche — unten das Lebensnotwendige, nach oben die Bereiche für Lebensqualität. Die rote Linie zeigt, wie weit Ihre real verfügbare gesetzliche Rente reicht.
Die Aufteilung auf die Ausgabenbereiche ist eine Modellannahme, orientiert an der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes für Rentnerhaushalte. Sie veranschaulicht die Größenordnungen; die tatsächliche Ausgabenstruktur ist individuell verschieden.
Ihre Entgeltpunkte (Rentenpunkte)
Was Ihre gesetzliche Rente wert ist
Die gesetzliche Rente ist ein lebenslanger, dynamisierter und gegen das Langlebigkeitsrisiko abgesicherter Anspruch. Zwei Größen veranschaulichen ihren Wert — mit unterschiedlicher methodischer Tragfähigkeit.
Absicherung bei voller Erwerbsminderung
Erwerbsminderung kann jederzeit eintreten — lange vor dem regulären Rentenbeginn. Die folgende Rechnung vergleicht die Rente wegen voller Erwerbsminderung mit Ihrem heutigen Nettoeinkommen, beides in heutiger Kaufkraft.
Hinweise zu Ihrer Situation
Was-wäre-wenn — Stellschrauben durchspielen
Verändern Sie die drei Regler und beobachten Sie unmittelbar, wie sich Ihre reale Versorgungslücke entwickelt. Ihre Eingaben im Reiter „Renteninformation erfassen“ bleiben dabei unberührt.
Je Monat vorzeitigen Bezugs mindert sich die Rente um 0,3 %, je Monat aufgeschobenen Bezugs erhöht sie sich um 0,5 % (§ 77 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch). Diese Sätze betreffen die Bruttorente; die ausgewiesene real verfügbare Rente weicht wegen der Steuerprogression und des vom Rentenbeginn abhängigen Besteuerungsanteils davon ab — bei größeren Verschiebungen fällt der Netto-Effekt daher etwas kleiner aus als der nominale Ab- oder Zuschlag. Für besonders langjährig Versicherte gelten abweichende Regeln zum abschlagsfreien Bezug — diese bildet das Modell nicht ab.
Wirkt ausschließlich auf den bis zum Renteneintritt noch zu erwerbenden Rentenanteil — die bereits erreichte Anwartschaft bleibt unberührt. Eine belastbare Trennung ist nur möglich, wenn die bisher erreichte Anwartschaft erfasst ist; andernfalls ist das Ergebnis dieses Reglers nur eine grobe Näherung. Die eingeblendete Einordnung als Wochenarbeitszeit ist eine grobe Orientierung; sie unterstellt vereinfachend, dass das Einkommen proportional zur Arbeitszeit sinkt.
Ein zusätzlicher Sparbetrag wird bis zum Renteneintritt mit dem realen Kapitalertrag der Ansparphase verzinst und anschließend als lebenslange Zusatzrente auf die Bezugsdauer verteilt. Beide Ertragssätze sind im Administrationsbereich einstellbar.
Ergebnis des Szenarios
Hebel-Analyse — was wirkt am stärksten?
Die Hebel-Analyse vergleicht einzelne Maßnahmen unabhängig voneinander — jeweils ausgehend von Ihrer Ausgangslage — und benennt, welche die Versorgungslücke am wirksamsten verringert.
Einmalzahlung — zusätzliche Rentenpunkte erwerben
Die gesetzliche Rente lässt sich durch freiwillige Zahlungen erhöhen: Jeder zusätzlich erworbene Entgeltpunkt steigert die spätere Monatsrente dauerhaft. Spielen Sie hier durch, welche Wirkung eine Einmalzahlung hätte.
Klartext — Ihre Renteninformation verständlich
Die Renteninformation ist knapp gehalten und in der Sprache der Verwaltung verfasst. Dieser Abschnitt übersetzt ihre wichtigsten Bestandteile in Alltagssprache — Sie können jeden Punkt einzeln aufklappen.
Renteninformation oder Rentenauskunft — was habe ich vor mir?
Was bedeutet die „bisher erreichte Anwartschaft“?
Die Hochrechnung auf die Regelaltersrente — wie verlässlich ist sie?
Was sagt die „Rente wegen voller Erwerbsminderung“ aus?
Warum nennt der Brief zwei verschiedene künftige Beträge?
Warum ist der gedruckte Betrag nicht das, was ausgezahlt wird?
Warum ist eine Zahl in ferner Zukunft weniger wert, als sie aussieht?
Was nun? — Ihre nächsten Schritte
Der Rentenradar zeigt, ob eine Lücke besteht und wie groß sie ist. Die eigentliche Planung — welche Bausteine diese Lücke schließen, wie sich verschiedene Sparwege im Vergleich verhalten — übernimmt das ausführliche Werkzeug Finanzstruktur Altersvorsorge.
- Übernehmen Sie die hier ermittelte notwendige Sparrate als Ausgangsgröße in Ihre weitere Planung.
- Prüfen Sie im Altersvorsorge-Tool die konkrete Ausgestaltung (geförderte und ungeförderte Bausteine, Auszahlmodelle, steuerliche Behandlung).
- Spielen Sie verschiedene Szenarien für Ertrag und Inflation durch, um die Bandbreite des Ergebnisses einzuschätzen.
- Sichern Sie Ihre hier erfassten Daten über „Daten sichern“, um sie später erneut aufrufen zu können.
Weiterführende Werkzeuge auf privatbilanz.de
Der Rentenradar verschafft Ihnen den Überblick darüber, ob und in welcher Größenordnung eine Lücke besteht. Für die vertiefte Planung — insbesondere die Frage, wie sich die Lücke konkret und bestmöglich schließen lässt — stehen auf www.privatbilanz.de zwei weitere Werkzeuge bereit:
- Finanzstruktur Altersvorsorge — vergleicht die Wege zur Schließung der Versorgungslücke (Wertpapier-Sparplan, Altersvorsorgedepot, Immobilie und weitere) und rechnet deren steuerliche Behandlung sowie die spätere Auszahlung im Detail durch.
- Finanzstruktur Vermögensplanung — ordnet die Altersvorsorge in Ihre gesamte Vermögens- und Liquiditätssituation ein und betrachtet das Zusammenspiel aller Bausteine.
Mit diesen Werkzeugen lässt sich genauer rechnen und ermitteln, welcher Weg die hier festgestellte Lücke am wirksamsten schließt.
Druckreport
Der Druckreport stellt Ihr Rentenprofil als mehrseitiges Dokument mit eigenem Deckblatt zusammen. Über die Schaltfläche unten oder „Drucken“ in der Kopfzeile wird ausschließlich dieser Bericht gedruckt — Kopfzeile, Reiter und Bedienelemente werden ausgeblendet. Die nachstehende Vorschau entspricht dem Berichtsteil.
Rechtsparameter (geltendes Recht — zu pflegende Tatsachen)
Normbezug Sozialabgaben: §§ 226 ff., § 249a SGB V; §§ 57, 59 SGB XI. Besteuerung: § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG; Einkommensteuertarif § 32a EStG. Der für die Steuerschätzung verwendete Grundtarif ist im Quelltext als Funktion einkommensteuer() hinterlegt (Rechtsstand 2025). Der Aufwand je zusätzlichem Entgeltpunkt orientiert sich an den Beträgen für Ausgleichszahlungen nach § 187a SGB VI sowie freiwillige Beiträge nach § 7 SGB VI; er wird jährlich neu festgesetzt und ist hier als gerundeter Vorschlagswert hinterlegt.
Modellannahmen (offenzulegende Setzungen — kein geltendes Recht)
Diese Werte sind keine Rechtsnormen, sondern Annahmen des Modells. Sie beeinflussen das Ergebnis erheblich und sind frei einstellbar.
Die angenommene Lebenserwartung bestimmt über die Bezugsdauer (Lebenserwartung abzüglich Renteneintrittsalter) den Barwert der gesetzlichen Rente und den Kapitalbedarf. Der Vorschlagswert ist ein geschlechts- und jahrgangsneutraler Mittelwert in der Größenordnung der Sterbetafel des Statistischen Bundesamtes — er ist eine offengelegte Modellannahme, kein individuell aus einer Sterbetafel abgeleiteter Wert. Eine nach Geschlecht und Geburtsjahrgang differenzierte Lebenserwartung würde das Ergebnis genauer, aber auch komplexer machen.
Quellenverzeichnis
- Sozialgesetzbuch Sechstes Buch (SGB VI) — gesetzliche Rentenversicherung, insbesondere § 109 (Renteninformation und Rentenauskunft).
- Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V) — Krankenversicherung der Rentner, §§ 226 ff., § 249a.
- Sozialgesetzbuch Elftes Buch (SGB XI) — soziale Pflegeversicherung, §§ 55, 57, 59.
- Einkommensteuergesetz (EStG) — § 22 Nr. 1 (nachgelagerte Besteuerung von Leibrenten), § 32a (Einkommensteuertarif).
- Wachstumschancengesetz — Verlangsamung des Anstiegs des Besteuerungsanteils für Rentenbeginn ab 2023.
- Deutsche Rentenversicherung — aktueller Rentenwert, Aufbau und Inhalt von Renteninformation und Rentenauskunft.
Selbsttest der Rechenlogik
Prüft die Kernformeln (Kaufkraft, Barwert, Sparplan-Endwert, Steuerschätzung) gegen vorab berechnete Sollwerte.